Newsletter Februar 2018

Mit unserem Newsletter möchten wir vom Verein Astronomiemuseum e.V. auf die nächsten Veranstaltungen an der Sternwarte Sonneberg aufmerksam machen.

Montagsvortrag am 5. Februar 2018:
"Infrarotastronomie - Mit dem Flugzeug in die Stratosphäre" - Prof. Olaf Kretzer vom Planetarium Suhl

Jahrtausendelang war die Astronomie eine Wissenschaft des sichtbaren Lichtes. Mitte des 20. Jahrhunderts begannen die Astronomen, ihre Beobachtungen auch in andere Bereiche des seit dem 19. Jahrhundert bekannten elektromagnetischen Spektrums auszudehnen. Schnell zeigte sich, dass viele Wellenlängenbereiche nur aus dem Weltall gut zu Beobachtungszwecken nutzbar sind - oder aus hochgelegenen oder fliegenden Observatorien heraus.

Das leistungsfähigste fliegende Observatorium für den Infrarot-Bereich ist das fliegende Observatorium SOFIA. Der Vortrag geht auf die Möglichkeiten und Ziele solcher Beobachtungsflüge ein. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten der Infrarot-Astronomie gezeigt und an Beispielen dargelegt, wie tief die IR-Technik bereits im Alltagsleben angekommen ist. Prof. Kretzer ist selbst Physik- und Astronomielehrer und hatte die Gelegenheit, an Bord der SOFIA mitfliegen zu können.


Vorschau auf März

Montagsvortrag am 5. März um 19 Uhr:
"Wie kamen die alten Griechen nur auf solche Sternbilder?" - Susanne Hoffmann von der Universität Jena

... diese Frage stellen sich die meisten Leute im Planetarium oder angesichts des Firmaments. Aus der Antike gibt es nur ein einziges Himmelsbild, das uns überliefert ist und dann auch noch unvollständig. Daraus kann man einen Eindruck bekommen, welche Figuren sie möglicherweise gesehen haben, also wie man sie sich vielleicht ursprünglich vorgestellt hat. Tatsächlich wissen wir aber, dass die Griechen viele "ihrer" Sternbilder gar nicht selbst erfunden haben, sondern die Vorlagen für die griechischen Bilder älter sind und mitunter auch anderen Kulturen dieses Imperiums von Alexander dem Großen entspringen. Unter all diesen Kulturen hatte die babylonische Astronomie gewiss den größten Einfluss auf die griechische, doch die babylonischen Sternbildern entziehen sich noch großteils unserer Kenntnis.

Nah an der aktuellen Forschung plaudert der Vortrag aus dem historischen Nähkästchen der aktuellen historischen Forschung und stellt einiges von dem (vorläufigen) Wissen zusammen, dass wir bisher fassen können.

Deutschlandweiter Astronomietag
am 24. März ab 14 Uhr

Wir öffnen die Kuppeln für alle Besucher und beobachten mit den Teleskopen der Sternwarte aktuelle Objekte des Frühlingshimmels. Tagsüber werden wir die Oberflächen der Sonne und des Halbmondes erforschen, in der Dämmerung werden wir am Westhorizont die Planeten Venus und Merkur sehen können. Am Nachmittag wird es Vorträge zu aktuellen astronomischen Themen geben. Das Programm entnehmen Sie bitte unserer Webseite, sobald es verfügbar ist.

Wenn es dann dunkel genug ist, kommen die Wintersternbilder im Westen und die Frühlingssternbilder im Osten zur Geltung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Sternbilder ganz leicht selbst finden können. Anschließend halten wir Ausschau nach den Schätzen des Himmels und suchen nach Galaxien und Sternhaufen.


Beobachtungsabende

Die nächsten Beobachtungsabende beginnen um 18 Uhr. Wir gehen in eine der Kuppeln, wo wir die Teleskope auf die interessantesten Objekte des Wintersternenhimmels ausrichten, darunter auch den bekannten Orion-Nebel.

Besucher sind ohne Voranmeldung jederzeit herzlich willkommen. Die Terminliste finden Sie auch auf unserer Seite Termine.

Bitte beachten: Die Beobachtung ist abhängig von der Wetterlage und findet nur bei freiem Himmel statt. Bitte informieren Sie sich vorher über die Wetteraussichten oder rufen Sie uns bis 17 Uhr an, ob der Beobachtungsabend stattfinden wird (Telefon 03675 81218).


Aktuelle Ausstellung

Das Astronomiemuseum präsentiert Ihnen ein vielfältiges Programm für die ganze Familie. Verbringen Sie einen Nachmittag im Sonnensystem und lernen Sie die Sonne, Planeten und andere Himmelskörper besser kennen. Kommen Sie mit auf eine Expedition, bei der ein Eisenmeteorit geborgen wird. Erfahren Sie mehr über die Sternbilder und tauchen Sie ein in die Tiefen des Kosmos.

Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Sternwarte Sonneberg und deren Gründer Cuno Hoffmeister. Möchten Sie einmal im berühmten Plattenarchiv stöbern und nachschauen, wie der Sternenhimmel am Tag Ihrer Geburt ausgesehen hat? Oder wollten Sie schon immer wissen, wie ein Blinkkomparator funktioniert?

Dann kommen Sie doch auf einen Besuch vorbei, wir freuen uns auf Sie.
Unsere Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr

Alle Veranstaltungen und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Astronomiemuseums. Eine ausführliche Rückschau auf unsere Veranstaltungen finden Sie ebenfalls auf unserer Webseite, unter der Rubrik "Rückblick".

Clear skies
Das Team von Astronomiemuseum e.V.

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