Newsletter Juli

Mit unserem Newsletter möchten wir vom Verein Astronomiemuseum e.V. auf die nächsten Veranstaltungen an der Sternwarte Sonneberg aufmerksam machen.

Montagsvortrag am 4. Juli 2016 um 19 Uhr

Bernd Müller aus Burkhardts wird uns mit seinem Vortrag "Meteore zwischen Himmel und Erde" Einblicke in die Meteoritenforschung geben. Begleitend dazu werden die Meteoriten ausgestellt, die im Besitz der Sternwarte Sonneberg sind.

Ein winzig kleines Körnchen reicht aus, um beim Eindringen in die Erdatmosphäre als Sternschnuppe aufzuleuchten. Größere Brocken fallen auf die Erdoberfläche und werden gelegentlich als Meteoriten aufgefunden. Der Einschlag eines Riesenmeteoriten löschte die Dinosaurier aus. Doch solche Katastrophen sind äußerst selten.

Ein großer Bogen führt von Chladni, dem Begründer der Meteoritenforschung Ende des 18. Jahrhunderts, über Schiaparelli, der den Zusammenhang von Meteorströmen mit Kometenbahnen erkannte, zu Cuno Hoffmeister, der einen wesentlichen Teil seiner Lebensarbeit den Meteorströmen widmete und diesem Gebiet der Astronomie neue Impulse gab.

Sonnenbeobachtung

Jeden Samstag von 14 Uhr bis 16 Uhr bieten wir Ihnen die Möglichkeit an, unser Zentralgestirn mit einem professionellen Sonnenteleskop zu beobachten. Das Teleskop filtert einen ganz engen Bereich des Lichts heraus (die Wasserstofflinie h-alpha). Das ermöglicht es uns, neben Sonnenflecken auch die Granulation der Sonne wahrzunehmen. Außerdem werden so die Protuberanzen am Sonnenrand sichtbar. Das sind Materieströme, die sich außerhalb der Sonne auf Magnetfeldlinien bewegen und zum großen Teil wieder auf die Sonne zurückfallen.

Beobachtungsabende

Die nächsten Beobachtungsabende beginnen aufgrund der spät einsetzenden Dämmerung um 21:30 Uhr. Im Juli nehmen die Sommersternbilder den Himmel für sich ein. Besonders empfehlenswert ist ein Blick Richtung Süden. Unverkennbar mit seinen Scheren steht dort knapp über dem Horizont das Sternbild Skorpion. Zwar werden wir dieses Sternbild in Mitteleuropa nie vollständig sehen können, doch allein seine Scheren und der rötlich funkelnde Hauptstern Antares sind schon sehr eindrucksvoll. Links daneben finden wir das Sternbild Schütze, das wie eine Teekanne aussieht.

Mars und Saturn befinden sich in der Nähe des Skorpion, somit werden wir die Beobachtung mit den beiden Planeten beginnen. Saturn zeigt im Teleskop eindrucksvoll sein Ringsystem. Eventuell sind auch Verfärbungen in seiner Atmosphäre zu erkennen. Auf der Marsoberfläche lassen sich in unserem Teleskop helle und dunkle Gebiete unterscheiden.

Von hier erstreckt sich auch die Milchstraße über den Himmel, wobei sich das galaktische Zentrum genau im Sternbild Schütze befindet. Diesen Bereich mit der besonders hohen Sternendichte (den Bulge) und dem Schwarzen Loch in seinem Inneren bekommen wir aber nicht zu sehen, da uns etliche Dunkelwolken den Blick darauf verwehren. Über Skorpion und Schütze thront im Süden das großflächige Sternbild Schlangenträger mit dem zweiteiligen Bild der Schlange.

Wir werden die Sternbilder Schwan und Leier zu besuchen und deren Schätze (Ringnebel und farbige Doppelsterne) mit den Teleskopen der STernwarte finden. Außerdem möchten wir Sie auf einige kleine, aber feine Sternbilder wie Delfin und Pfeil aufmerksam machen, deren Gestalt so einprägsam ist, dass man sie beim nächsten Mal schnell selbst wiederfindet.

Besucher sind ohne Voranmeldung jederzeit herzlich willkommen. Die Terminliste finden Sie auch auf unserer Seite Termine.

Aktuelle Ausstellung

Derzeit entsteht eine neue Ausstellung in den Räumen des Astronomiemuseums. Wir haben alles von Grund auf neu konzipiert und möchten das Museum interaktiv und kinderfreundlich gestalten.

Das Astronomiemuseum ist derzeit mit einer reduzierten Anzahl an Ausstellungsräumen zu besichtigen. Wir arbeiten intensiv an der neuen Ausstellung und investieren jede freie Minute in die Ausarbeitung von Animationen und Informationstafeln. Somit werden wir nach und nach die Ausstellungsfläche wieder auf die ursprüngliche Größe ausdehnen können.

Montagsvortrag am 5. September 2016

Im August wird es keinen Montagsvortrag geben. Am 5. September um 19 Uhr findet dann im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg der nächste populärwissenschaftliche Vortrag statt.

Prof. Dr. Olaf Kretzer wird in seinem Vortrag einige wesentlichen Erfindungen der Star-Trek-Serie wissenschaftlich unter die Lupe nehmen und analysieren, wie etwa der Warp-Flug. Ist tatsächlich ein Raumflug mit Überlichtgeschwindigkeit möglich? Was geschieht beim Beamen, und kann man auf diese Weise transportiert werden? "Physik und Astronomie in Star Trek Enterprise"

Alle Veranstaltungen und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Astronomiemuseums. Eine ausführliche Rückschau auf unsere Veranstaltungen finden Sie ebenfalls auf unserer Webseite, unter der Rubrik "Rückblick",


Clear skies
Das Team von Astronomiemuseum e.V.

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