Montagsvortrag vom 12. Juni 2017

Professor Alan Harris vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin sprach am Montag, den 12. Juni, um 19 Uhr im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg über "Die Erforschung der erdnahen Asteroiden: Können wir eine Kollision mit der Erde verhindern?"

Teil 1

Teil 2

Dass die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren vermutlich durch den Einschlag eines Asteroiden oder Kometen ausgestorben sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Auch heute fallen hier und da noch größere Steine vom Himmel und verursachen zuweilen großen Schaden, wie etwa vor vier Jahren im sibirischen Tscheljabinsk. Um auf die potentielle Gefahr für die zunehmend komplett bewohnte Erde und wie man ihr begegnen kann aufmerksam zu machen, haben namhafte Wissenschaftler den "Asteroid Day" ins Leben gerufen. Er wird jährlich am 30. Juni begangen.

Nach unseren derzeitigen Kenntnissen ist die Sonne aus dem Gas und Staub einer Molekülwolke entstanden. In einer protoplanetaren Scheibe um die junge Sonne kam es vor etwa 4,5 Milliarden Jahren durch Kollisionen zwischen asteroiden- und kometenähnlichen kleinen Körpern zum Aufbau von Planeten. Die Asteroiden und Kometen im heutigen Sonnensystem können als die Restmaterie der Planetenentstehung betrachtet werden. Die Annäherungen einzelner sogenannter erdnaher Asteroiden an die Erde bieten gute Beobachtungsmöglichkeiten. Neue Kenntnisse über diese Asteroiden werden beschrieben. Die Ergebnisse gewähren Einsicht in die physikalischen Eigenschaften einer Population von Himmelskörpern, die eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung und fürdie Zukunft des Lebens auf unserem Planeten hat.