Montagsvortrag am 7. Januar: Mit dem Laser zum Mond - Die Techniken der Geodätischen Raumverfahren

Beginn: 19 Uhr im Hörsaal des Astronomiemuseums
Referent: Professor Ulrich Schreiber von der Forschungseinrichtung Satellitengeodäsie der Technischen Universität München

Fast jeder kennt und nutzt sie, die Navigations-Geräte im Auto, am Fahrrad oder auf dem Handy. Aber wieso funktioniert das eigentlich so genau, woher "wissen" die Satelliten, wo auf dem Globus wir uns gerade befinden?

Mit dem Anbruch des Raumfahrtzeitalters ergab sich erstmals die Möglichkeit, die Erdvermessung mit Hilfe von speziellen Satelliten über sehr große Distanzen hinweg und mit einer bis dahin unerreichten Genauigkeit vorzunehmen. Daraus entwickelte sich das Gebiet der Geodätischen Raumverfahren. Heute gibt es vier prominente Messverfahren, welche durch einen internationalen Verbund von Beobachtungsstationen regelmäßig für die Berechnung des Internationalen terrestrischen Bezugsrahmen herangezogen werden.

Das Geodätische Observatorium in Wettzell im Bayerischen Wald ist eine solche Beobachtungsstation. Hier werden Laserentfernungsmessungen zu Satelliten (SLR) und zum Mond (LLR), Radiointerferometrie auf langen Basislinien (VLBI), sowie Beobachtungen im Rahmen der Globalen Navigationssatellitensysteme (GNSS), sowie Dopplermessungen (DORIS) ausgeführt. Dieser Vortrag führt in die Aufgaben und Techniken der Geodätischen Raumverfahren ein.