„Kosmischer Regen“

Lehrerfortbildung an der Sternwarte Sonneberg
vom 25.-27. September 2020 (Sa bis Mo)

Wussten Sie schon, dass auf einen Schulhof der Größe 30 m × 30 m ca. 120 Mikrosphärulen (nahezu kugelige Mikrometeorite) mit einem mittleren Durchmesser von 250 µm fallen. Zum Glück rasen diese bei ihrer Ankunft auf der Erdoberfläche nicht mehr so schnell. Vom 25. bis zum 27. September 2021 geht es bei der Sonneberger Lehrerfortbildung um die kleineren Meteorite (Mikrometeorite), die insbesondere im Bereich der „Bürgerwissenschaft“ in den Fokus gerückt sind. Das diese Forschung in Sonneberg kein Novum ist, zeigt die Überschrift eines Beitrags, der 1954 in der Zeitschrift „Die Sterne“ erschienen ist.

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Das zur Mikrometeoritensuche motivierende Bild unten stammt von einem der derzeitigen Schrittmacher der Mikrometeoritenforschung (Jon Larsen).

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Im Prinzip kann jedermann „vor seiner Haustür“ Mikrometeorite finden, was für Schüler sehr anspornend sein kann. Dies wollen wir bei der Lehrerfortbildung versuchen. In den Workshops wird das Suchen, Präparieren und Finden von Mikrosphärulen praktisch erprobt. Eine vierteilige „Mini-Vorlesung“ von einem Spezialisten auf dem Gebiet der Meteorite legt Grundsteine. Zudem werden didaktische Materialien mit kleinen Rechnungen und Freihandexperimenten, die zum Thema passen, aber auch in anderen Unterrichtskontexten anwendbar sind, vorgestellt.

 

 

Programm / Zeitplanung

folgt demnächst


Workshops

mit Aktivitäts-Ideen für die Schule

Die Workshopinhalte basieren auf dem WIS-Beitrag „Kosmischer Regen“:
http://www.wissenschaft-schulen.de/sixcms/media.php/1308/WIS-2020-07-MSOS-Komsischer-Regen.pdf.

 

Workshop 1: Suchen, Präparieren und Einstieg ins Mikroskopieren von Mikrometeoriten

Es soll sofort Losgehen mit der Mikrometeoritensuche. Zu Beginn des Workshops wird über die notwendigen Schritte informiert, wobei gleichzeitig die notwendigen Hilfsmittel vorgestellt werden. Die Arbeitsschritte sind im oben genannten WIS-Beitrag aufgeführt. Sie folgen einer Handlungsanleitung für das Finden von Mikrometeoriten von Jon Larsen (auf einem Dach), abrufbar unter: https://www.facebook.com/pg/micrometeorites/photos/?tab=album&album_id=2477098688978668&ref=page_internal.
Für den Workshop wird eine zu untersuchende Probe (die zuvor gesammelt und gereinigt wurde) bereitgestellt. Diese muss zunächst in mehreren Schritten gesiebt werden, um dann die Erfolg versprechendste Korngruppe (0,2 – 0,4 mm Korndurchmesser) zu extrahieren.

Workshop 2: Mikroskopieren von Mikrometeoriten

Die ausgesiebte Teilchengruppe wird nun mikroskopiert. Benötigt werden ein Auflicht-Mikroskop, zwei spitze Holzstäbchen und eine kleine Plastikbox (mit luftdichtem Deckel), um eventuelle Mikrometeorit-Kandidaten zu verwahren. Es wird mit einer etwa 60-fachen Vergrößerung gearbeitet. Zur Identifikation von Mikrometeoriten dienen Merkmale, die Jon Larsen in seinem Buch zeigt.

Workshop 3: Fortsetzung Mikroskopieren von Mikrometeoriten oder Freihandexperimente und kleine Rechnungen

Zur Auswahl steht die Fortsetzung der Mikrosphärulensuche am Mikroskop oder die Durchführung einiger Freihandexperimente (Bestimmung der Gesteinsdichte, Freihandversuch zur Stofftrennung, Freihandversuch zum Luftwiderstand) und Rechnungen (zur Mikrosphärulenhäufigkeit, zur Wärmeleitung, zum Fallen bei Luftwiderstand, zur Auftreffgeschwindigkeit von Meteoriten)

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Organisatorisches

Unterkunft:

Die Teilnehmer werden gebeten, ihre Übernachtung selbständig zu organisieren (siehe http://www.sonneberg-tourismus.de/component/content/article/109-gastgeber/unterkuenfte/363-alle-unterkuenfte-im-ueberblick). Auch wegen ihrer Nähe zur Sternwarte zu empfehlen sind:

  • Hotel „Zur Hohen Sonne“ (Waldstraße 6, 96515 Sonneberg, 03675 703084)
  • Berggasthof „Blockhütte“ (Waldstraße 60, 96515 Sonneberg, 03675 702840)
  • Gästehaus „Outdoor-Inn“ (Sternwartestraße 18, 96515 Sonneberg, 03675 406804)
  • Hotel „Schöne Aussicht“ (Schöne Aussicht 24, 96515 Sonneberg, 03675 804040)

Unkostenbeitrag: 80,00 Euro

Bitte denken Sie auch an

Fernglas evt. mit Stativ, Fotoapparat, Taschenrechner, Taschenlampe (möglichst mit vorschaltbarem rotem Filter zur  Helligkeitsminderung), warme Bekleidung für Beobachtungsabende, Schreib- und Zeichengerät

Laptop

Bitten bringen sie, wenn möglich, einen Laptop mit. Einige Aufgaben erfordern dessen Nutzung.

 

Didaktische Materialien: Die wichtigsten im Laufe der Fortbildung zur Anwendung gekommenen didaktischen Materialien (Vortragsfolien, Arbeitsblätter, didaktische Texte, …) werden gesammelt und via Internet zugänglich gemacht. Der Link wird den Teilnehmern im Sinne eines Passwortes vor Ort mitgeteilt.

 

Adresse der Veranstaltung:

Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg
Sternwartestr. 32
96515 Sonneberg
Tel. 03675 / 81218
Web: www.astronomiemuseum.de

Anfahrt mit dem Auto:

Die Sternwarte Sonneberg befindet sich im hochgelegenen Sonneberger Ortsteil Neufang.
Von der Stadt führt eine Straße ca. 500 m lang durch ein Wäldchen bis nach Neufang. In Neufang verläuft die Hauptstraße bergan bis zu einem Hochplateau, an dem sich die Buswendeschleife mit der Haltestelle “Sternwarte” befindet. Dort scharf rechts abbiegen.
Danach sind es noch ca. 200 m bis zur Haupteinfahrt nach links in das Gelände der Sternwarte.
Im Gelände gibt es zahlreiche Parkmöglichkeiten neben den verschiedenen Häusern. Falls der Platz nicht ausreicht, darf im Gelände auch auf den Wiesen unmittelbar neben der Straße geparkt werden. Alternativ befindet sich eine größerer Parkplatz direkt neben der Bushaltstelle. Der Fußweg zur Sternwarte beträgt dann ca. 300 m.

Anfahrt mit der Bahn:

Bis zum Hauptbahnhof Sonneberg mit der Bahn. Neben dem Bahnhof gibt es die zentrale Bushaltstelle, von wo aus die Linie C zur Endhaltestelle “Sternwarte” fährt. Von dort sind es noch ca. 250 m Fußweg zur Sternwarte.  Am Bahnhof gibt es auch einen Taxi-Stand.


 

Wissenschaft in die Schulen!

wissenschaaft in die schulen

Die Faszination und die Vernetzungskraft der Astronomie sind Faktoren, die dem Schulunterricht zugute kommen müssen. Diesem Ziel folgend, werden im Rahmen von WIS didaktische Materialien entwickelt, die sich an den Bedürfnissen der Schule ausrichten und zugleich der Forderung nach aktuellem Unterricht (Astronomie, Physik, Naturwissenschaft und Technik, …) entsprechen. Die Aktualität wird dadurch erreicht, dass die Materialien aus Beiträgen der Zeitschrift »Sterne und Weltraum« heraus erwachsen.

Die didaktischen Materialien beinhalten u. a. Elementarisierungen, Modelle, Aufgaben, Anregungen zu Experimenten, Beobachtungsvorschläge, die spezielle Rubrik „Astrobilder lesen lernen“, Verknüpfungen zu anderen Wissenschaften. Es werden praxiserprobte Arbeitsblätter, Folien, Bilder, Videoclips u. a. m. angeboten.

Die Materialien sind via Internet über das vom Verlag Spektrum der Wissenschaft zur freien Verfügung gestellte WIS-Portal (Wissenschaft in die Schulen!) abrufbar unter: www.wissenschaft-schulen.de.

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