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Datum:
01.07.2019
Zeit:
19:00
Referent:
Dr. Markus Nielbock
Institut:
Haus der Astronomie
Organisator:
Astronomiemuseum e.V.  Website
Kontaktperson:
Thomas Müller,Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Ort:
Hörsaal

Es ist heute beinahe unglaublich, dass die Menschheit vor nunmehr 50 Jahren das erste Mal einen Fuß auf einen anderen Himmelskörper gesetzt hat: am 20. Juli 1969 landete Apollo 11 im Mare Tranquilitatis (Meer der Ruhe), und Neil Armstrong betrat mit den Worten "That’s one small step for ‹a› man, one giant leap for mankind!" ("Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“) die Mondoberfläche.

Nachdem es der Sowjetunion gelungen war, mit Sputnik 1 den ersten Satelliten der Menschheit auf eine Erdumlaufbahn zu schicken, setzen die Amerikaner alle Hebel in Bewegung, das nächste Etappenziel - den Mond - vor den Sowjets zu erreichen. Wie knapp sich dieser Wettlauf gestaltete, erfuhr man erst später, als bekannt wurde, dass die sowjetische Superrakete N1 die Erwartungen nicht erfüllt hatte und das sowjetische Mondlandeprogramm 1974 aufgegeben wurde.

Abgesehen vom glimpflich ausgegangenen Apollo-13-Zwischenfall erfreuten sich die Amerikaner indes einer Serie von erfolgreichen Mondlandungen in verschiedenen Regionen des Mondes. Spektakuläre Reisen mit dem Lunar Roving Vehicle, dem "Mondauto", über die Mondoberfläche und das Sammeln von Gesteinen, die zur Erde mitgenommen wurden, haben unsere wissenschaftlichen Kenntnisse vom Mond umfassend bereichert. Noch heute peilen irdische Laser-Teleskope die von den Astronauten aufgestellten Retro-Reflektoren an, um die Entfernung zum Mond hochgenau zu messen.
Rückblickend ist es auch erstaunlich, wie die damalige aus heutiger Sicht - mit einem Superrechner namens Handy in der Hand - archaisch anmutende Rechentechnik in der Lage war, ein solch kompliziertes Raumfahrtunternehmen erfolgreich zu meistern.