Newsletter Dezember 2018

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen, und so werfen wir einmal einen Blick zurück auf dieses wirklich aufregende und abwechslungsreiche Jahr. Der Höhepunkt war ohne Frage das Festwochenende zum 20jährigen Jubiläum des Astronomiemuseums, zu dem wir als Vortragenden den aus den TV-Reihen alpha centauri und Leschs Kosmos bekannten Prof. Harald Lesch gewinnen konnten. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle möchten wir an die vielen Helfer aus zahlreichen Neufanger Vereinen richten, ohne die eine solch große Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Sie sind eingeladen zu unserer Helferfeier im Januar.

Neben den populärwissenschaftlichen Vorträgen, die nahezu regelmäßig an jedem 1. Montag im Monat stattfinden, hatten wir viele weitere Veranstaltungen im Programm: Astronomietag, Yuris Night, Regionale Museumsnacht, Asteroid Day, Tag der Offenen Tür, Tag des Offenen Denkmals, Totale Mondfinsternis, Lehrerfortbildung, VDS Fachtagung Sonne und Maus-Türöffner-Tag. Es lohnt sich also, immer mal bei uns vorbeizukommen.

Natürlich haben wir auch für das kommende Jahr große Pläne. Die Montagsvorträge werden wie gewohnt fortgesetzt, die Termine und Themen können Sie bereits jetzt auf unserer Webseite unter https://astronomiemuseum.de/termine einsehen. Anlässlich des 50. Jahrestags der ersten Mondlandung wird das Jahr 2019 im Astronomiemuseum ganz im Zeichen des Mondes stehen. Im Juli werden wir unsere Sonderausstellung "50 Jahre Mondlandung" eröffnen, und begleitend dazu wird es über das Jahr verteilt zusätzliche Vorträge und Ferienveranstaltungen geben.

Auch an den regelmäßig wiederkehrenden Ereignisssen wie Astronomietag, Yuris Night, Asterid Day, Sternschnuppennacht usw. werden wir uns wieder beteiligen und laden Sie ganz herzlich dazu ein. Wir wünschen allen NewsletterabonnentInnen und allen BesucherInnen und FreundInnen des Astronomiemuseums und der Sternwarte Sonneberg ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr und würden uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen sehr freuen.

3. Dezember: Montagsvortrag um 19 Uhr:
"Was wissen wir wirklich über Gravitationswellen?"

Referent: Prof. Thomas Boller vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

Gravitationswellen wurden 1916 von Albert Einstein im Rahmen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie theoretisch vorhergesagt. Nach Einsteins Theorie entstehen Gravitationswellen, wenn 2 Massen sich umkreisen und rufen dabei periodische Längenänderungen von etwa 10-20 cm auf der Strecke von einem Kilometer hervor. Das ist wirklich sehr sehr klein.

Am 14.9.2015 haben zwei unabhängige Gravitationswellen-Detektoren in Hanford bei Washington und in Livingston in Louisiana zum ersten Mal Längenänderungen von Gravitationswellen auf der Erde nachgewiesen. Dafür gab es 2017 den Nobelpreis.

Da Gravitationswellen die Raum-Zeit schwingen lassen, kann man sie auch hören. Als Premiere wird den Zuhörern am Ende des Vortrags die „Gravitationswellen-Symphonie“ des Universums hörbar gemacht, simuliert nach Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie, vom Beginn des Universums bis zum „Ende“ des Universums. Lassen Sie sich das nicht entgehen!


Vorschau 7. Januar: Montagsvortrag um 19 Uhr:
"Mit dem Laser zum Mond - Die Techniken der Geodätischen Raumverfahren"

Referent: Prof. Ulrich Schreiber Forschungseinrichtung Satellitengeodäsie Technische Universität München

Mit dem Anbruch des Raumfahrtzeitalters entstand erstmals die Möglichkeit, die Erdvermessung mit Hilfe von speziellen Satelliten über sehr große Distanzen hinweg und mit einer bis dahin unerreichten Genauigkeit vorzunehmen. Daraus entwickelte sich das Gebiet der Geodätischen Raumverfahren.

Heute gibt es 4 prominente Messverfahren, welche durch einen internationalen Verbund von Beobachtungsstationen regelmäßig für die Berechnung des Internationalen terrestrischen Bezugsrahmen herangezogen werden. Das Geodätische Observatorium ist eine solche Beobachtungsstation. Hier werden Laserentfernungsmessungen zu Satelliten (SLR) und zum Mond (LLR), Radiointerferometrie auf langen Basislinien (VLBI), sowie Beobachtungen im Rahmen der Globalen Navigationssatellitensysteme (GNSS), sowie Dopplermessungen (DORIS) ausgeführt. Dieser Vortrag führt in die Aufgaben und Techniken der Geodätischen Raumverfahren ein.


Beobachtungsabende

Die nächsten Beobachtungsabende beginnen um 18 Uhr. Alle Termine erfahren Sie auf der Webseite (https://www.astronomiemuseum.de/termine/). In der Regel beginnen wir in der Dämmerung, wenn die ersten Sterne am Himmel erscheinen. Wir gehen in eine der Kuppeln, wo wir die Teleskope auf die interessantesten Objekte des Herbststernenhimmels ausrichten, darunter einige Kugelsternhaufen, planetarische Nebel und auch unsere Nachbargalaxie - der Andromedanebel.

Besucher sind ohne Voranmeldung jederzeit herzlich willkommen. Die Terminliste finden Sie auch auf unserer Seite Termine.

Bitte beachten: Die Beobachtung ist abhängig von der Wetterlage und findet nur bei freiem Himmel statt. Bitte informieren Sie sich vorher über die Wetteraussichten oder rufen Sie uns bis 17 Uhr an, ob der Beobachtungsabend stattfinden wird (Telefon 03675 81218).


Aktuelle Ausstellung

Das Astronomiemuseum präsentiert Ihnen ein vielfältiges Programm für die ganze Familie. Verbringen Sie einen Nachmittag im Sonnensystem und lernen Sie die Sonne, Planeten und andere Himmelskörper besser kennen. Kommen Sie mit auf eine Expedition, bei der ein Eisenmeteorit geborgen wird. Erfahren Sie mehr über die Sternbilder und tauchen Sie ein in die Tiefen des Kosmos.

Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Sternwarte Sonneberg und deren Gründer Cuno Hoffmeister. Möchten Sie einmal im berühmten Plattenarchiv stöbern und nachschauen, wie der Sternenhimmel am Tag Ihrer Geburt ausgesehen hat? Oder wollten Sie schon immer wissen, wie ein Blinkkomparator funktioniert?


Neue Dauerausstellung über Meteorite

Ein eigens dafür eingerichteter Raum zeigt diese Himmelskörper, die als Überreste von Meteoren (Sternschnuppen) gelegentlich auf die Erde fallen. Die Ausstellung zeigt die verschiedenen Typen von Stein- und Eisen-Meteoriten und sogar Steine, die ursprünglich von Mond, Mars oder gar Merkur stammen. Nicht minder interessant ist das irdische Gestein, das bei großen Meteoriten bzw. Asteroiden durch die Schockwelle des Einschlags deformiert und umgewandelt wird.

Kommen Sie doch auf einen Besuch vorbei, wir freuen uns auf Sie.
Unsere Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr

Achtung, über Weihnachten und Neujahr haben wir geänderte Öffnungszeiten!

Fr. 21.12.2018 13-17 Uhr 15 Uhr Führung Sternwarte
Sa. 22.12.2018 13-17 Uhr 15 Uhr Führung Sternwarte kein Beobachtungsabend
So. 23.12.2018 geschlossen
Mo. 24.12.2018 geschlossen
Di. 25.12.2018 geschlossen
Mi. 26.12.2018 geschlossen
Do. 27.12.2018 geschlossen
Fr. 28.12.2018 geschlossen
Sa. 29.12.2018 13-17 Uhr 15 Uhr Führung Sternwarte kein Beobachtungsabend
So. 30.12.2018 13-17 Uhr 15 Uhr Führung Sternwarte
Mo. 31.12.2018 geschlossen
Di. 01.01.2019 13-17 Uhr 14 Uhr Vortrag* 15 Uhr Führung Sternwarte
Mi. 02.01.2019 13-17 Uhr 14 Uhr Vortrag* 15 Uhr Führung Sternwarte
Do. 03.01.2019 13-17 Uhr 14 Uhr Vortrag* 15 Uhr Führung Sternwarte
Fr. 04.01.2019 13-17 Uhr 14 Uhr Vortrag* 15 Uhr Führung Sternwarte
Sa. 05.01.2019 13-17 Uhr 14 Uhr Vortrag* 15 Uhr Führung Sternwarte
So. 06.01.2019 13-17 Uhr 14 Uhr Vortrag* 15 Uhr Führung Sternwarte
Mo. 07.01.2019 geschlossen

*Der Vortrag "Der Stern von Betlehem" kann im Rahmen eines Museumsbesuchs besucht werden, ein Aufpreis wird nicht erhoben.

Alle Veranstaltungen und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Astronomiemuseums. Eine ausführliche Rückschau auf unsere Veranstaltungen finden Sie ebenfalls auf unserer Webseite, unter der Rubrik "Rückblick".

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Das Team von Astronomiemuseum e.V.

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