Newsletter April 2019

Mit unserem Newsletter möchten wir vom Verein Astronomiemuseum e.V. auf die nächsten Veranstaltungen an der Sternwarte Sonneberg aufmerksam machen.

1. April (kein Aprilscherz!): Montagsvortrag um 19 Uhr:
"Wie baut man einen Fusionsreaktor?"

Referent: Prof Dr Hartmut Zohm, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Die Fusion von Wasserstoffkernen ist die Energiequelle der Sterne. Seit mehr als einem halben Jahrhundert arbeiten Forscher daran, diesen Prozess auf der Erde nutzbar zu machen und sind ihrem Ziel schon sehr nahe gekommen. Ausgehend von der Sonne wird im Vortrag dargestellt wie ein Fusionskraftwerk auf der Erde realisiert werden soll. Der derzeitige Stand sowie die weltweiten Pläne zum nächsten Schritt, dem Nachweis der positiven Energiebilanz, werden im Detail vorgestellt.

Prof. Hartmut Zohm ist Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik und dort für den Betrieb des Tokamakexperiments ASDEX Upgrade zuständig. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von Plasmainstabilitäten welche die erreichbaren Plasmaparameter beschränken.


Vorschau 6. Mai: Montagsvortrag um 19 Uhr:
"Meteoritenforscher als Detektive - Kuriose Geschichten aus der Meteoritenforschung"

Referent: Dieter Heinlein, Leiter des Feuerkugelnetzwerkes beim DLR

Nach welchen Kriterien kann man echte Meteorite von irdischen Gesteinen bzw. künstlichen Produkten unterscheiden? Welche Funde sind also "meteorites" und welche "meteowrongs"? Welche Indizien müssen erfüllt sein, daß eine Senke in der Erde als echter Meteoritenkrater anerkannt wird? Lassen sich auch bei Jahrmillionen alten Einschlagstrukturen noch Beweise für den Impakt eines Himmelskörpers finden?

Immer wieder bieten Betrüger anstelle von echten Meteoriten wertlose Steine (fakes) an oder versuchen Meteorite mit bewußt falschen, "wertsteigernden" Angaben an die Forscher bzw. Käufer zu bringen. Mit welchen kriminalistischen und forensischen Methoden können solche Machenschaften aufgedeckt werden? Der Augsburger Physiker Dieter Heinlein berichtet in dem spannenden und unterhaltsamen Vortrag über seine teilweise detektivische Arbeit.


Rückblick auf den diesjährigen Astronomietag

Das Wetter hat es in diesem Jahr ausgesprochen gut mit uns gemeint. So konnten wir unsere BesucherInnen am Astronomietag bei herrlichstem Sonnenschein in der Sternwarte begrüßen. Auch die Nacht hielt, was wir uns versprachen, und ermöglichte einen Blick auf die Winter- und Frühlingssternbilder. Außerdem führten wir ein Freiluftexperiment durch, das die Auswirkungen der zunehmenden Lichtverschmutzung demonstrieren sollte. Mehr dazu sowie einen fotografischen Rückblick finden Sie auf unserer Webseite: Rückblick


Beobachtungsabende

Die nächsten Beobachtungsabende beginnen um 21:30 Uhr. Alle Termine erfahren Sie auf der Webseite (https://www.astronomiemuseum.de/termine/). In der Regel beginnen wir in der Dämmerung, wenn die ersten Sterne am Himmel erscheinen. Wir gehen in eine der Kuppeln, wo wir die Teleskope auf die interessantesten Objekte des Sternenhimmels ausrichten, darunter einige Doppelsterne, Sternhaufen, Galaxien und planetarische Nebel.

Besucher sind ohne Voranmeldung jederzeit herzlich willkommen. Die Terminliste finden Sie auch auf unserer Seite Termine.

Bitte beachten: Die Beobachtung ist abhängig von der Wetterlage und findet nur bei freiem Himmel statt. Bitte informieren Sie sich vorher über die Wetteraussichten oder rufen Sie uns bis 17 Uhr an, ob der Beobachtungsabend stattfinden wird (Telefon 03675 81218).


Aktuelle Ausstellung

Das Astronomiemuseum präsentiert Ihnen ein vielfältiges Programm für die ganze Familie. Verbringen Sie einen Nachmittag im Sonnensystem und lernen Sie die Sonne, Planeten und andere Himmelskörper besser kennen. Kommen Sie mit auf eine Expedition, bei der ein Eisenmeteorit geborgen wird. Erfahren Sie mehr über die Sternbilder und tauchen Sie ein in die Tiefen des Kosmos.

Ein weiterer Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Sternwarte Sonneberg und deren Gründer Cuno Hoffmeister. Möchten Sie einmal im berühmten Plattenarchiv stöbern und nachschauen, wie der Sternenhimmel am Tag Ihrer Geburt ausgesehen hat? Oder wollten Sie schon immer wissen, wie ein Blinkkomparator funktioniert?


Neue Sonderausstellung ab Juli

Anlässlich des 50. Jahrestags der ersten Mondlandung wird das Jahr 2019 im Astronomiemuseum ganz im Zeichen des Mondes stehen. Im Juli werden wir unsere Sonderausstellung "50 Jahre Mondlandung" eröffnen, und begleitend dazu wird es über das Jahr verteilt zusätzliche Vorträge und Ferienveranstaltungen geben.

Kommen Sie doch auf einen Besuch vorbei, wir freuen uns auf Sie.
Unsere Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 13:00 bis 17:00 Uhr

Alle Veranstaltungen und weiterführende Informationen finden Sie auf der Webseite des Astronomiemuseums. Eine ausführliche Rückschau auf unsere Veranstaltungen finden Sie ebenfalls auf unserer Webseite, unter der Rubrik "Rückblick".

Clear skies
Das Team von Astronomiemuseum e.V.

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