Vortrag: Der Inquisitionsprozess gegen Galilei
Die schwierige Beziehung von Ratio und Religio
Trotz unbezweifelbarer Beweise für den Heliozentrismus wurde Galilei vom Vatikan wegen Ketzerei angeklagt und verurteilt. Dies ist die populäre Kurzfassung des Prozesses und Galilei sehen wir gerne als Heilige Jungfrau von Orleans der Naturwissenschaften. Doch wie sind aus heutiger Sicht seine Beweise der copernicanischen Lehre einzuschätzen? Wie kann eine astronomische Theorie zu Zeiten des 30-jährigen Kriegs so einen Aufruhr erzeugen und was war wirklich der Anlass für den Konflikt mit der Kirche? Zwischen Fallversuchen, Jupitermonden,
seiner Gezeitentheorie und dem Inquisitionsprozess zeichnet der Vortrag ein ambivalentes Bild aus eitlem Hitzkopf und genialem Forscher, der fast in einem Zug das Gebäude der Bewegungslehre errichtete.
Referent Pierre Leich
Präsident Simon Marius Gesellschaft e.V.
Kurator Astronomische Gesellschaft i.d. Metropolregion Nürnberg e.V.
1. Vorsitzender ART & Friedrich e.V.
20 Jahre Projektleitung Die Lange Nacht der Wissenschaften N-FÜ-ER
Herausgeber Marius-Portal