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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Start von STS-130 (Spaceshuttle Endeavour)
Der Start erfolgte am 8. Februar 2010 um 9:14 UTC, die Landung am 22. Februar (21. Februar Ortszeit).
STS-130 brachte den Verbindungsknoten Tranquility und die Aussichtsplattform Cupola zur Internationalen Raumstation. Zu den wichtigsten Aufgaben Cupolas gehört die Steuerung des Roboterarms der Station, Kommunikation mit Astronauten während eines Ausstiegs sowie Beobachtung der Erde und des Weltraums.
Missionsende von SPARTAN 204
SPARTAN 204 wurde am 6. Februar 1995 während der Mission STS-63 ausgesetzt. Während der vierzigstündigen Freiflugphase der Plattform wurden galaktische Staubwolken mit dem Far Ultraviolet Imaging Spectrograph (FUVIS) erforscht, bevor SPARTAN am 9. Februar 1995 wieder eingefangen wurde.
SPARTAN (englisch Shuttle Pointed Autonomous Research Tool for Astronomy) ist eine Serie freifliegender Satelliten, die einen Instrumententräger zum Aufbau unterschiedlicher Experimente bieten.
Die Entwicklung von SPARTAN basiert auf der Idee, eine einfache und preisgünstige Plattform für verschiedene Experimente im Weltraum zu schaffen, die so nicht auf dem Space Shuttle durchgeführt werden können. SPARTAN wurde in der Ladebucht der Raumfähre in die Erdumlaufbahn transportiert, dort für zwei bis drei Tage ausgesetzt, wieder geborgen und zur Erde zurückgebracht. Insgesamt wurden sechs verschiedene Exemplare gebaut.
Start von Saljut 7 EO-3
Saljut 7 EO-3 war die Bezeichnung für den dritten Langzeitaufenthalt an Bord der sowjetischen Raumstation Saljut 7. Die beiden Kosmonauten starteten mit Sojus T-10 und kehrten mit Sojus T-11 zur Erde zurück.
An Bord waren Leonid Denissowitsch Kisim, Kommandant, Wladimir Alexejewitsch Solowjow, Bordingenieur und Oleg Jurjewitsch Atkow, Forschungskosmonaut (Arzt).
Der Start erfolgte am 8. Februar 1984 mit dem Raumschiff Sojus T-10. Die Kopplung mit der Raumstation erfolgte am Folgetag. Sie wurde kurzzeitig verzögert, weil Kisim die Markierungen im gleißenden Sonnenlicht nicht erkennen konnte. Die Kosmonauten stiegen mit Taschenlampen in die dunkle, unbemannte Raumstation um. Es dauerte etwa eine Woche, bis alle Systeme voll funktionsfähig waren.
Es erfolgten diverse Reparaturarbeiten, die Installation von Solarmodulen und verschiedene Experimente.
Kisim, Solowjow und Atkow bestiegen das Raumschiff am 2. Oktober und kehrten zur Erde zurück. Sie hatten mit knapp 237 Tagen im Weltraum den bisherigen Langzeitrekord der ersten Saljut-7-Mannschaft Saljut 7 EO-1 von 211 Tagen bei weitem übertroffen. Dennoch waren sie in einem guten gesundheitlichen Zustand. Die wissenschaftliche Ausbeute war ebenfalls zufriedenstellend. Die drei Kosmonauten hatten 100 verschiedene Experimente durchgeführt, darunter 30 medizinische. Die Mission hatte auch bewiesen, dass mit dem richtigen Werkzeug auch größere mechanische Reparaturen im All durchgeführt werden konnten, die die Lebensdauer einer Raumstation verlängern konnten.
Start von Sojus T-10
Das Raumschiff diente der dritten Langzeitbesatzung von Saljut 7 mit der Missionsbezeichnung Saljut 7 EO-3 für den Hinflug. Die dreiköpfige Besatzung betrat die dunkle Saljut-Station mit Taschenlampen. Sie berichtete von einem Geruch nach verbrannten Metall in der Kopplungseinheit. Nach dem Wiederherstellen der Funktionsbereitschaft der Raumstation begann für die Kosmonauten ein umfangreiches Arbeitsprogramm. Es umfasste Experimente zur Erderkundung, Ökologie, Biologie, Materialforschung und ausführliche Untersuchungen auf dem Gebiet der Medizin durch den Arzt Atkow.
Da die Sojus-Raumschiffe nur eine begrenzte Zeit im Weltraum bleiben konnten, die geplante Missionsdauer aber länger war, musste ein Raumschifftausch durchgeführt werden. Die Mannschaft von Kommandant Malyschew brachte mit Sojus T-11 ein neues Raumschiff zur Station und kehrte am 11. April 1984 mit Sojus T-10 zur Erde zurück.
Missionsende von Skylab 4
Skylab 4 war die dritte und letzte Besatzung der US-amerikanischen Weltraumstation Skylab. Sie setzte neue Rekorde in der Weltraumfahrt und markierte den Schlusspunkt für US-amerikanische Raumstationen.
Skylab 4 hob mit den drei Astronauten Gerald Carr, William Pogue und Edward Gibson am 16. November 1973 von Cape Canaveral ab. Nach etwa acht Stunden gelang es, das Apollo-Raumschiff an der amerikanischen Raumstation Skylab anzudocken.
Ein dichtgedrängter Tagesablauf ließ den Astronauten nur wenig Freizeit. Es zeigte sich, dass die Zeitvorgaben verschiedener Aufgaben zu optimistisch eingeschätzt worden waren. In einigen Fällen mussten die Astronauten Experimente aufbauen, die sie noch nie zuvor gesehen hatten.
Die Mannschaft führte vier Außenbordeinsätze mit insgesamt über 22 Stunden Dauer durch, an denen jeweils zwei Astronauten beteiligt waren. Die Arbeiten an der Raumstation am 25. Dezember setzten mit sieben Stunden und einer Minute einen neuen Rekord.
Ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Arbeit war die Beobachtung des Komets Kohoutek, der erst kurz zuvor entdeckt worden war. Unter anderem konnte erstmals spektroskopisch Wasser im Kometenkern nachgewiesen werden.
Am 8. Februar 1974 stiegen Carr, Pogue und Gibson in das Apollo-Raumschiff um. Während sie noch angekoppelt waren, zündeten sie die RCS-Triebwerke zwei Mal für insgesamt drei Minuten, um Skylab in eine höhere Umlaufbahn zu bringen. Nach den Berechnungen der NASA sollte dies für neun weitere Jahre in der Umlaufbahn sorgen. Einige Lebensmittel sowie Kleidung und Ausrüstungsgegenstände blieben an Bord. Sollte man vor dem Absturz noch einmal die Raumstation betreten (der Erststart des Space Shuttles war für fünf Jahre später geplant), könnte man die Auswirkungen der Langzeitlagerung untersuchen.
starb Fritz Zwicky
Zwicky entdeckte die kompakten Galaxien, stellte 1938 als erster die Hypothese auf, Supernova-Explosionen seien die Folge eines Gravitationskollapses, und begründete zu diesem Zweck zusammen mit Walter Baade die Theorie, dass Supernovae Neutronensterne erzeugen könnten.
Weiterhin wandte er 1933 als erster das Virialtheorem auf Galaxienhaufen an und schloss so auf die Existenz von Dunkler Materie.Im selben Jahr stellte er erste Überlegungen zum Auftreten von Galaxien als Gravitationslinsen an, nachdem Einstein bei diesem Effekt nur an Sterne gedacht und ihn somit als zu klein, um beobachtbar zu sein, angesehen hatte.
Zwicky entdeckte insgesamt 123 Supernovae, mehr als jeder andere einzelne Astronom bislang. Auf ihn geht auch die als wahr erwiesene Vorhersage zurück, der Krebsnebel sei der Überrest der von chinesischen Astronomen beobachteten Supernova von 1054. Zwicky schlug vor, Supernova-Explosionen als Standardkerzen zur Entfernungsmessung zu verwenden.
An der Verwirklichung dieser Idee wird seit Beginn des 21. Jahrhunderts verstärkt gearbeitet. Fritz Zwicky schlug ebenfalls vor, die Rotverschiebung der Galaxien als eine Ermüdungserscheinung des Lichts zu erklären. Sein Modell wurde später aber völlig zugunsten einer Erklärung durch die kosmologische Expansion verworfen.
Des Weiteren stellte er den Catalogue of Galaxies and of Clusters of Galaxies (CGCG) zusammen.
Ein Asteroid, ein Mondkrater, eine Zwerggalaxie und eine Weitfeld-Himmelsdurchmusterung auf der Suche nach Supernovae sind nach Fritz Zwicky benannt.
wurde Elizabeth Langdon Williams geboren
Langdon Williams absolvierte 1903 das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Physik und war eine der ersten Absolventinnen.
1905 stellte sie in Boston der Astronom Percival Lowell für die mathematischen Berechnungen ein, die erforderlich waren, um den Standort eines Planeten vorherzusagen, der laut Lowell die Umlaufbahn der bekannten Planeten Neptun und Uranus beeinflusste. Ihre Berechnungen führten zu Vorhersagen über den Standort des unbekannten Planeten, da aber Lowell 1916 verstarb, wurde das Projekt gestoppt.
Der Astronom Clyde Tombaugh wurde später mit der Projektleitung beauftragt und entdeckte 1930 den Planeten Pluto.
1919 zog sie von Lowells Büro in Boston zum Observatorium in Flagstaff, Arizona, wo sie weiterhin mathematische Berechnungen durchführte.
wurde Jules-Gabriel Verne geboren
Seine bekanntesten Romane sind: "Voyages et aventures du capitaine Hatteras" (Abenteuer des Kapitän Hatteras, 1864/65); "Voyage au centre de la Terre" (Reise zum Mittelpunkt der Erde, 1864); "De la Terre à la Lune" (Von der Erde zum Mond, 1865); "Autour de la Lune" (Reise um den Mond, 1869); "Vingt mille lieues sous les mers" (Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer, 1869). 1872 kam als sein größter Erfolg "Le Tour du monde en 80 jours" (Reise um die Erde in 80 Tagen) heraus.
Nach ihm wurde ein Impaktkrater auf der erdabgewandten Seite des Mondes benannt. Seit 1995 trägt der Asteroid (5231) Verne seinen Namen, ebenso seit 1961 der Mondkrater Jules Verne. Des Weiteren heißt das erste ATV (ein unbemannter Raumtransporter der europäischen Weltraumagentur ESA) Jules Verne.