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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Missionsende von Satellit ACRIMSat
Der Active Cavity Radiometer Irradiance Monitor Satellite (ACRIMSat) ist ein am 20. Dezember 1999 gestarteter Forschungssatellit der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA, der die Energieabstrahlung der Sonne und deren Auswirkung auf das irdische Klima untersuchte.
ACRIMSat war Teil des Earth Observing System (EOS), einem etliche Missionen umfassenden, längerfristigen Forschungsprogramm der NASA.
Die über längere Zeit gewonnenen Daten über die Energieabstrahlung der Sonne können in die Erstellung von globalen Klimamodellen einbezogen werden, um deren Genauigkeit zu erhöhen. Um Klimamodelle entwickeln zu können, werden Messdaten zweier verschiedener Messungen benötigt: Die Gesamtmenge an Sonnenenergie, die die Erde erreicht; bestehend aus dem sichtbaren Licht (ca. 85 %), Ultraviolett- (etwa 10 %) und Nahinfrarot-Wellenlängen (etwa 5 %) und die Menge an Energie, welche von der Erde zurück ins All reflektiert wird und somit nicht Teil vom Energiesystem der Erde wird.
Die erste Messung wird vom Instrument ACRIM-III an Bord von ACRIMSat durchgeführt, während für die zweite Messung andere Satelliten der NASA zuständig sind. Die Differenz zwischen der Energie, welche die Erde erreicht und jener, die wieder in den Weltraum reflektiert wird, resultiert in der Energiemenge, welche auf der Erde für die Prozesse in der Umwelt verantwortlich ist.
Kombiniert mit Messungen der Ozeanströmungen, der Winde und Oberflächentemperaturen können Klimamodelle erstellt werden, die Aussagen über die Zukunft des irdischen Klimas machen können.
Missionsende von Raumsonde Deep Impact
Deep Impact (dt. ‚heftiger Einschlag‘, aber auch ‚starker Eindruck‘) ist eine NASA-Mission des Discovery-Programms zum Kometen Tempel 1.
Das Hauptmissionsziel von Deep Impact war die Erforschung des Inneren des Kometen Tempel 1. Dazu wurde ein 372 kg schweres Projektil (Impaktor) in die Flugbahn des Kometen gebracht, das auf dem Kometen einschlug und dort einen Krater hinterließ. Anschließend wurde das herausgeschleuderte Material mit den Instrumenten der Sonde sowie mit weiteren Teleskopen auf der Erde und im Weltraum untersucht.
Erstmals bestand so die Möglichkeit, den Blick auf das Innere eines Kometen freizugeben und das sich im Kometen befindliche Urmaterial des Sonnensystems freizusetzen. Dieses Material stammt noch aus der Zeit der Entstehung des Sonnensystems und bildet die Kerne von Kometen. Wissenschaftler hoffen, durch diese neue Sicht nicht nur die Kometen besser verstehen, sondern auch die Rolle der Kometen in der frühen Geschichte des Sonnensystems besser nachvollziehen zu können.
Nach fast neun Jahren im All hat die NASA die Mission ihrer Sonde Deep Impact offiziell für beendet erklärt. Der letzte Kontakt mit der Sonde gelang am 8. August 2013.
Ihr eigentliches Missionsziel hatte Deep Impact bereits nach wenigen Monaten erreicht: Die im Januar 2005 gestartete Sonde schoss im Juli des gleichen Jahres ein Projektil auf den Kometen Tempel 1 und beobachtete die Folgen des Einschlags.
16 Tage nach der Kometenbegegnung wurde die Sonde dann auf einen neuen Kurs gelenkt, um weitere Kometen untersuchen zu können. So flog sie Anfang November 2010 an Hartley 2 vorüber und beteiligte sich im Januar 2012 aus der Ferne an einer Beobachtungskampagne des Kometen C/2009 P1 (Garradd). Zu Beginn des Jahres 2013 lieferte die Sonde schließlich noch Bilder des Kometen ISON.
Start von STS-118 (Spaceshuttle Endeavour)
Die Endeavour transportierte den S5-Träger zur Internationalen Raumstation (ISS). Diese Gitterstruktur wurde von den Astronauten bei einem Außenbordeinsatz montiert.
Außerdem wurden mit dem Spacehab-Modul 2,2 Tonnen Ausrüstung angeliefert. Umgekehrt wurden 1,8 Tonnen nicht mehr benötigter Geräte und abgeschlossener Experimente zurück auf die Erde gebracht.
Während vier Ausstiegen wurden Aufbau- und Wartungsarbeiten am Äußeren der ISS durchgeführt.
Erstmals wurde von der Endeavour das neue Energieübertragungssystem eingesetzt. Durch das SSPTS erhält der Orbiter während der Kopplung Strom von der Raumstation und kann so seine Aufenthaltszeit verlängern.
Diese Mission führte auch das sogenannte „Teacher in Space Project“ durch, welches schon für STS-51-L geplant war, aber durch den Verlust der Raumfähre Challenger in einem tragischen Unfall endete. Barbara Morgan gab als erste Lehrerin vom Weltraum aus Unterrichtsstunden.
Start von Raumsonde Genesis
Die Raumsonde Genesis (benannt nach dem ersten Buch der Bibel) ist eine NASA-Mission zur Erforschung des Sonnenwindes, die am 8. August 2001 mit einer Delta-II-Rakete von der Erde abhob. Sie erreichte ihre endgültige Position, den Lagrange-Punkt L1 des Sonne-Erde-Systems, im November 2001.
Nach dem Aussetzen der Kapsel mit den Proben wurde die Genesis-Muttersonde in eine der Erde vorauseilende Umlaufbahn um die Sonne gebracht.
Am 8. September 2004 stürzte die Kapsel mit den Kollektoren in der Wüste von Salt Lake City auf den Boden, ohne dass sich die Fallschirme geöffnet hatten. Ein Hubschrauber hätte den Probenbehälter in der Luft auffangen und sicher auf die Erde bringen sollen.
Die Probenkapsel schlug nahe einem Stützpunkt der US-Armee (Utah Test and Training Range) auf, somit konnten Einsatzkräfte die Kapsel schnell untersuchen. Die Kollektoren, welche aufgefangenen Sonnenwind enthielten, sind mit großer Wahrscheinlichkeit zerstört bzw. durch die irdische Atmosphäre und Staub kontaminiert worden, da die hermetische Versiegelung der Kapsel nach dem Aufprall nicht mehr gegeben war.
Missionsende von STS-46 (Spaceshuttle Atlantis)
Die 49. Space-Shuttle-Mission begann mit einem problemlosen Start am 31. Juli 1992. Mit diesem Start konnten gleich zwei Nationen ihren ersten Bürger im Weltall feiern, nämlich den Schweizer Claude Nicollier und den Italiener Franco Malerba.
Die beiden Hauptziele der Mission waren das Aussetzen der frei fliegenden Experimente-Plattform EURECA (European Retrievable Carrier) sowie das Experiment TSS (Tethered Satellite Systems). EURECA war eine wiederverwendbare Plattform, die über 70 Experimente enthielt. Sie wurde wegen Problemen mit ihrem Computer von den Astronauten der Mission einen Tag später als geplant ausgesetzt. Als Folge davon wurde der STS-46-Flug um einen Tag verlängert. Ein Jahr später wurde der Satellit im Rahmen der Mission STS-57 wieder eingefangen.
TSS war ein etwa 500 Kilogramm schwerer Fesselsatellit, der an einem 20 Kilometer langen Stahlkabel vom Shuttle entfernt im Raum schweben sollte. Ziel dieses Versuches war die Gewinnung von elektrischer Energie. Das Kabel zum Satelliten blieb aber nach etwa 260 Metern stecken, deshalb konnten praktisch keine Ergebnisse erzielt werden. Mehrere Tage versuchte die Crew, den Satelliten frei zu bekommen, was aber misslang.
Die Mission endete am 8. August 1992 mit einer Landung am Kennedy Space Center in Florida.
starb James Benson Irwin
Mit der Apollo 15-Mission betrat Irwin am 31. Juli 1971 als achter Mensch den Mond. Er war Pilot der Landefähre und verbrachte insgesamt 66 Stunden und 56 Minuten auf dem Mond. Apollo 15 war die erste Mondmission mit einem Mondauto und Irwin wurde zum ersten Passagier dieses Gefährts, da Scott der Fahrer war.
Ab 1973, unter dem Eindruck seiner Reise zum Mond, wurde er christlicher Prediger. Irwin unternahm mehrere Reisen in die Türkei zum Berg Ararat, um die Arche Noah zu finden.
Start von Satellit Hipparcos
Hipparcos (High Precision Parallax Collecting Satellite) ist ein Satellit für Zwecke der Astrometrie. Hipparcos war für die Astrometrie ein bedeutender Meilenstein: Die Örter, Parallaxen und Eigenbewegungen von 118.000 Sternen wurden mit einer zuvor unerreichten Präzision von etwa 0,001", also einer Millibogensekunde, gemessen; sie sind im Hipparcos-Katalog verzeichnet. Darüber hinaus vermaß ein zweites Instrument an Bord über eine Million Sterne mit immer noch beachtlichen ±0,02", die sich nun im Tycho-Katalog finden. Diese beiden Kataloge sind die beste Realisation des neuen Referenzkoordinatensystems am Himmel ICRF. Sie erlauben nun auch Hobbyastronomen, mit Teleskop und Digitalkamera genau und halbautomatisch jedes Himmelsobjekt einzumessen.
Für die genaue Bestimmung der Sternpositionen war in Hipparcos ein Schmidt-Teleskop mit 29 cm Spiegeldurchmesser und 1,4 m Brennweite und einem Sichtfeld von 0,9° × 0,9° eingebaut; mit Hilfe eines zusätzlichen Spiegels wurden gleichzeitig zwei Himmelsregionen im Abstand von 58° abgebildet.
Als Nachfolger startete Gaia zum Lagrangepunkt L2.
Start von STS-28 (Spaceshuttle Columbia)
Der Start der Mission erfolgte planmäßig am 8. August 1989. Damit begann die Raumfähre Columbia ihren ersten Flug seit der Challenger-Katastrophe im Januar 1986. STS-28 war die vierte Mission im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums und ihr Zweck unterlag deshalb der Geheimhaltung.
Während des Fluges wurden zwei militärische Satelliten ausgesetzt. Einer könnte ein Kommunikationssatellit im Rahmen des Satellite Data System (SDS) gewesen sein.
Die Landung erfolgte am 13. August 1989 auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien. Während des Wiedereintritts in die Atmosphäre wurden unerwartet hohe Temperaturen am Hitzeschild gemessen. Grund dafür waren vermutlich hervorstehende Füllstreifen.
Start von Pioneer Venus 2
Pioneer-Venus bestand aus zwei Sonden. Beide basierten auf dem unteren Teil des Satellitenbusses, der auch von den Nachrichtensatelliten Intelsat IV verwendet wurde. Die Wissenschaftliche Nutzlast beider Sonden war jedoch völlig verschieden.
Pioneer-Venus 2 startete am 8. August 1978 um 08:33 Uhr MEZ mit einer Atlas-Centaur-Trägerrakete von Launch Complex 36 auf Cape Canaveral in ihre Transferbahn zur Venus. Am 16. November 1978 wurde die große Tochtersonde ausgesetzt, am 20. November 1978 folgten die drei kleinen Tochtersonden.
Die Muttersonde und ihre vier Tochtersonden traten am 9. Dezember 1978 in die Atmosphäre der Venus ein und untersuchten sie bis zur Oberfläche. Dabei gelang es einer der drei kleinen Tochtersonden, den Aufschlag auf der Oberfläche mit etwa 35 km/h zu überleben und nach der Landung noch 67 Minuten Daten zu senden. Es stellte sich heraus, dass es volle drei Minuten dauerte, bis sich der beim Aufschlag aufgewirbelte Staub wieder gelegt hatte.
Pioneer-Venus 2 analysierte die Zusammensetzung der Atmosphäre genauer als alle bisherigen Sonden. Dass dabei die erste US-amerikanische Venuslandung zustande kam, war ebenso ungeplant, wie dass dabei der Überlebendauerrekord für Venuslander in die USA ging. Allerdings ging er bereits 16 Tage später wieder in die Sowjetunion an den Lander von Venera 11, der mit 95 Minuten den Rekord von Pioneer-Venus 2 deutlich übertraf.
wurde Swetlana Jewgenjewna Sawizkaja geboren
Meilenstein: Erste Frau die einen Weltraumausstieg durchführte
Nach ihrem Schulabschluss 1966 schrieb sie sich in das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut (MAI) ein, wo sie auch Flugstunden nahm; 1971 erwarb sie die Lizenz als Fluglehrerin. Nach ihrem Abschluss am MAI ging sie 1972 zur Ausbildung als Testpilotin an die Michail-Gromow-Hochschule für Flugforschung (LII) in Schukowski.
Ab Dezember 1981 bereitete sich Sawizkaja auf ihren ersten Raumflug vor, einem Kurzzeitflug zur Raumstation Saljut 7, bei dem das Raumschiff der Langzeitbesatzung Saljut 7 EO-1 ausgetauscht werden sollte. Der Start von Sojus T-7 erfolgte am 19. August 1982. Damit wurde Sawizkaja die zweite Frau im All, 19 Jahre nach Walentina Tereschkowa. Das war das erste Mal, dass eine Raumstation eine gemischtgeschlechtliche Besatzung hatte. Sawizkaja bekam das Orbitalmodul von Sojus T-7 als Privatbereich zugewiesen, schlief aber ebenso wie die Männer in der Raumstation.
Am 17. Juli 1984 startete Sawizkaja zusammen mit Kommandant Wladimir Dschanibekow und Forschungskosmonaut Igor Wolk an Bord von Sojus T-12. In der Raumstation trafen sie auf Leonid Kisim, Wladimir Solowjow und Oleg Atkow. Am 25. Juli 1984 führte Sawizkaja den ersten Weltraumausstieg einer Frau durch. Zusammen mit Dschanibekow testete sie neue Werkzeuge und Verfahren zum Beschichten, Schneiden und Schweißen von Materialien unter Weltraumbedingungen. Die Rückkehr zur Erde erfolgte am 29. Juli 1984.
Die sowjetische Astronomin Ljudmyla Schurawlowa benannte je einen von ihr entdeckten Asteroiden nach Sawizkaja (4118) Sveta und deren Vater (4303) Savitskij.
wurde Dennis Anthony Tito geboren
Meilenstein: Erster Weltraumtourist
Am College of Engineering der New York University belegte Tito das Fach Luft- und Raumfahrttechnik und schloss es 1962 mit einem Bachelor ab. Er setzte sein Studium am ebenfalls privaten Rensselaer Polytechnic Institute fort, das sich in Troy befindet, einer Kleinstadt rund 230 Kilometer nördlich von New York City. 1964 erhielt er einen Master in Ingenieurwissenschaften.
Anschließend ging er nach Los Angeles in Kalifornien, wo er seitdem lebt. Zu jener Zeit entstand seinen Aussagen zufolge der Wunsch, Astronaut zu werden. Er bezeichnete dabei den Start des ersten künstlichen Satelliten 1957 (Sputnik 1) als ein prägendes Schlüsselerlebnis. Allerdings erforderten die Einstellungskriterien der Raumfahrerkandidaten der damaligen Zeit einen fliegerischen Hintergrund, den Tito nicht erfüllte.
Ihm gelang es jedoch, eine Anstellung am Jet Propulsion Laboratory (JPL) zu erhalten und somit indirekt seinem Wunsch nachzukommen. Seine Aufgabe war als Ingenieur im Kontrollzentrum die Berechnung von Flugbahnen der Mariner-Sonden. Während dieser Arbeiten war er direkt an der Mission Mariner 4 beteiligt, die im Juli 1965 am Planeten Mars vorbeiflog, sowie an der Mission Mariner 5, die im Oktober 1967 der Venus einen Besuch abstattete. Vor Beendigung seiner Tätigkeit für das JPL war er an der Festlegung des Kurses von Mariner 9 zum Mars beteiligt.
Tito gründete 1972 Wilshire Associates, eine der inzwischen größten Investmentberatungsgesellschaften der USA mit Sitz in Santa Monica, der er seither als Geschäftsführer und Chief Executive Officer vorsteht.
Zusammen mit den zwei Kosmonauten Mussabajew und Baturin brach Tito am 28. April 2001 mit Sojus TM-32 auf. Zwei Tage später erreichten sie die Raumstation. Dort wurden sie von der ISS-Expedition 2 begrüßt, die Anfang März mit STS-102 angekommen war. Tito hielt sich die meiste Zeit im Swesda-Modul auf, er lernte aber auch alle anderen Sektionen kennen.
In den US-Bereichen wurde er wie vereinbart von mindestens einem Astronauten „eskortiert“. Nach sechs arbeitsreichen Tagen an Bord verabschiedeten sich die drei Besucher, stiegen in die Sojus-TM-31-Kapsel und landeten Anfang Mai in der Steppe von Kasachstan. Die gesamte Flugdauer betrug 7 Tage und 22 Stunden.
Nach dem Flug erklärte Tito, es sei ein beeindruckendes Erlebnis gewesen und er wäre gern länger im Weltraum geblieben. Ein Kindheitstraum hätte sich damit erfüllt. Aber er wolle nicht noch einmal ins All fliegen, dieser eine Flug genüge ihm.
wurde Roger Penrose geboren
Hauptforschungsgebiete von Penrose sind die mathematische Physik und die Kosmologie, seine Arbeiten auf diesen Gebieten sind hoch geachtet. Er hat sich auch in zahlreichen populärwissenschaftlichen Büchern zu Themen der Philosophie geäußert.
Er erhielt 2020 eine Hälfte des Nobelpreises für Physik „für die Entdeckung, dass die Bildung Schwarzer Löcher eine robuste Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie ist“ (so die Laudatio), also nicht auf speziellen mathematisch vereinfachten Annahmen beruht.
Die Laudatio nahm damit insbesondere auf seine mathematischen Arbeiten in den 1960er Jahren mit Einführung neuer Methoden in der Allgemeinen Relativitätstheorie Bezug, die in der gemeinsamen Arbeit mit Stephen Hawking über die Existenz von Singularitäten und damit Schwarzen Löchern in der allgemeinen Relativitätstheorie unter sehr allgemeinen Voraussetzungen gipfelte (Singularitäten-Theorem).
Die zweite Hälfte des Nobelpreises ging an Andrea Ghez und Reinhard Genzel für den empirischen Nachweis der Existenz eines supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße.
Noch als Student entdeckte Penrose 1955 die Penrose-Inversen von Matrizen.
Penrose entdeckte 1974 mehrere zueinander verwandte kleine nicht-periodische Mengen von Kacheln. Mit solchen Kacheln kann die Ebene parkettiert werden, aber keine dieser Parkettierungen ist periodisch. Sie besitzen aber stets eine gewisse Ordnung und sind fünfzählig drehsymmetrisch. Sie werden daher quasiperiodisch genannt. Diese Penrose-Parkettierungen sind aus einer hierarchisch strukturierten Packung regelmäßiger Fünfecke abgeleitet. 1984 wurden ähnliche Strukturen bei Quasikristallen gefunden.
Roger Penrose hat unter anderem das Penrose-Dreieck, ein Dreieck mit drei aufeinander stehenden rechten Winkeln, erfunden. Die Konstruktion, die in der Realität nicht möglich ist, hat den niederländischen Grafiker M. C. Escher zu den Bildern Wasserfall und Belvedere animiert.
wurde Paul Ledoux geboren
Ledoux studierte von 1933 bis 1937 Physik an der Universität Lüttich. 1939 ging er nach Oslo, wo er von Svein Rosseland in Fragen der Struktur und Stabilität von Sternen eingeführt wurde.
Nach der Okkupation Norwegens durch die deutsche Armee 1940 ging er zunächst nach Stockholm und reiste dann durch Sibirien in die USA. Dort wurde er Mitarbeiter des Yerkes-Observatoriums. Dort lernte er den Astrophysiker Subrahmanyan Chandrasekhar kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.
1941 schloss er sich den belgischen Streitkräften in Großbritannien an und arbeitete dann dort und in Nordafrika als Meteorologe für die Royal Air Force. Nach seiner Entlassung aus der Armee legte er in Lüttich seine Dissertationsarbeit vor und kehrte danach für ein Jahr an das Yerkes-Observatorium zurück.
Ab 1947 arbeitete er für den meteorologischen Dienst der nationalen Luftfahrtverwaltung Belgiens, ab 1949 unterrichtete er an der Universität Lüttich, wo er ab 1959 Professor für Astronomie, Astrophysik, analytische Mechanik, Geodäsie, Hydrodynamik und Meteorologie war.
Er befasste sich insbesondere mit veränderlichen Sternen und ihrer Stabilität. Am 29. August 2015 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (13525) Paulledoux.
wurde Paul Adrien Maurice Dirac geboren
Eine seiner wichtigsten Entdeckungen ist in der Dirac-Gleichung von 1928 beschrieben, in der Einsteins Spezielle Relativitätstheorie und die Quantenmechanik erstmals zusammengebracht werden konnten. Damit legte er auch die Grundlagen für den späteren Nachweis von Antimaterie.
1928 stellte er auf Grundlage der Arbeit von Wolfgang Pauli über das Ausschließungsprinzip die nach ihm benannte Dirac-Gleichung auf, bei der es sich um eine relativistische, also auf der speziellen Relativitätstheorie beruhende Wellengleichung 1. Ordnung zur Beschreibung des Elektrons handelt.
Seine Gleichung erlaubte es Dirac auch, die Löchertheorie zu formulieren und die Existenz des Positrons, des Antiteilchens des Elektrons, vorherzusagen.
Dirac schuf den Begriff des Bosons in Anerkennung der Verdienste von Satyendra Nath Bose um die Quantenstatistik. Er entdeckte unabhängig von Enrico Fermi die Statistik der Fermionen (Fermi-Dirac-Statistik), erkannte aber die Priorität Fermis an.
In seiner „Large number hypothesis“ versucht Dirac – plausibler als ähnliche Versuche Eddingtons – einen Zusammenhang zwischen der Größe der Fundamentalkonstanten und der gegenwärtigen Ausdehnung des Universums zu geben. Daraus ergeben sich Spekulationen über die zeitliche Variation der Naturkonstanten, denen bis heute experimentell nachgegangen wird.
Im Jahr 1933 erhielt Dirac zusammen mit Erwin Schrödinger den Nobelpreis für Physik „für die Entdeckung einer neuen, nützlichen Form der Atomtheorie“.
Ihm zu Ehren wird die Dirac-Medaille (ICTP) an Wissenschaftler für herausragende Leistungen verliehen und ebenso die Dirac Medal (UNSW) und die Dirac-Medaille (IOP). Nach Paul Dirac ist auch der Asteroid (5997) Dirac benannt.