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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Start von SpaceX Crew-9
Ursprünglich waren vier Personen für den Hinflug zur ISS vorgesehen, wobei Hague nicht als Kommandant, sondern als Pilot dienen sollte. Als Kommandantin war Zena Cardman geplant, als Missionsspezialistin Stephanie Wilson, der Start hätte im August 2024 stattfinden sollen.
Zwei der Sitze mussten dann jedoch für die Astronauten Barry Wilmore und Sunita Williams freigemacht werden, die im Juni mit der Mission Boe-CFT zur ISS gestartet waren, aber mit ihrem eigenen Raumschiff nicht mehr zurückkehren konnten und die den Heimflug mit Crew-9 antreten sollen.
Missionsende von Shenzhou 7
Am 25. September 2008 startete die Trägerrakete mit den drei Raumfahrern und brachte sie zunächst in einen elliptischen, um 42,4° zum Äquator geneigten Orbit von 200 × 330 km Höhe, der im weiteren Verlauf auf 200 × 347 km angehoben wurde. Die Solarpaneele des Servicemoduls entfalteten sich kurz danach.
Hauptaufgabe bei dieser Mission Chinas war der erste Ausstieg in den Weltraum. Zhai Zhigang war am 27. September für knapp 14 Minuten außerhalb des Raumschiffs. Hierbei wurde das Orbitalteil des Raumschiffs als Schleuse verwendet. Der Ausstieg wurde von mehreren außenbords angebrachten Kameras übertragen.
Es wurden außerdem Experimente und einfache Installationsarbeiten im schwerelosen Raum durchgeführt. Zunächst wurden die Raumanzüge bei geöffneten Luken innerhalb des Orbitalmoduls erprobt. Erst danach erfolgte der Ausstieg von Zhai Zhigang aus dem Raumschiff, wobei Liu Boming im Orbitalmodul verblieb, um bei eventuellen Problemen eingreifen zu können. Jing Haipeng verblieb im unter Druck stehenden Landemodul, um die Systeme und den Ausstieg selbst zu überwachen.
Mit Tianlian 1A kam bei Shenzou 7 zum ersten Mal ein geostationärer Relaissatellit zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Raumschiff und Bodenstation zum Einsatz.
Nach dem Abkoppeln vom Orbitalmodul am 28. September wurde der Rückflug eingeleitet. Um 09:12 Uhr UTC wurde das Servicemodul von der Rückkehrkapsel abgetrennt. Die Rückkehrkapsel trat in die Atmosphäre ein, wobei sich der ablative Hitzeschild an der Unterseite auf bis zu 2000 °C erwärmte. Um 09:17 Uhr UTC hatten die sechs um 09:02 Uhr UTC aufgestiegenen Hubschrauber den Hauptlandeplatz der Volksbefreiungsarmee auf dem Gebiet des Dörbed-Banners in der Inneren Mongolei erreicht. Um 09:36 Uhr UTC landete die Rückkehrkapsel wohlbehalten, um 10:23 Uhr UTC hatten die Raumfahrer die Kapsel verlassen.
Start von Mondsonde SMART-1
SMART-1 (Small Missions for Advanced Research in Technology, – deutsch: Kleine Missionen für fortgeschrittene Technologiestudien) war die erste Raumsonde der ESA, die den Erdmond erforscht hat.
Ein Hauptziel der Mission war es, einen neuartigen, solarelektrisch betriebenen Ionenantrieb und neue Navigations- und Kommunikationstechniken zu testen. SMART-1 war die dritte Sonde, die diesen Antrieb verwendete (die erste war die amerikanische Sonde Deep Space 1, die zweite die im Mai 2003 gestartete japanische Hayabusa).
Nachdem sie auf eine Umlaufbahn um den Mond eingeschwenkt war, untersuchte SMART-1 ab Mitte November 2004 die chemische Zusammensetzung der Mondoberfläche und suchte nach Wasser in Form von Eis. Außerdem erhofft sich die Wissenschaft klärende Erkenntnisse von der Entstehung des Mondes vor rund 4,5 Milliarden Jahren.
Das Missionsende wurde auf den 3. September 2006 um 05:41 Uhr UTC festgelegt. Der unverhofft große Rest des verbleibenden Treibstoffes wurde dazu genutzt, die Umlaufbahn um einige Kilometer anzuheben, sodass der Einschlag der Sonde auf der erdzugewandten Seite des Mondes stattfinden und so von der Erde aus beobachtet und das ausgeschleuderte Material analysiert werden konnte.
Die Sonde schlug um genau 05:42 Uhr und 22 Sekunden auf. Die Aufschlagstelle lag gemäß dem Mondkoordinatensystem bei 46,193 Grad West und 34,262 Grad Süd in der Formation Lacus Excellentiae bei einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 2 km/s und einem Aufprallwinkel zwischen 5° und 10°. Durch hochauflösende Bilder des Lunar Reconnaissance Orbiter konnte im September 2017 der exakte Aufschlagpunkt ermittelt werden. SMART-1 hatte beim Aufprall eine Furche von 4 m Breite und 20 m Länge in die Mondoberfläche gezogen.
wurde Alexei Nikolajewitsch Owtschinin geboren
Owtschinin wurde 2006 als Kosmonaut ausgewählt. Die Kosmonauten-Grundausbildung absolvierte er von 2006 bis 2009. Im September 2013 nahm Owtschinin an der zweiwöchigen ESA-Trainingsmission CAVES 2013 teil. Dabei arbeiteten er und seine Kollegen Paolo Nespoli, Jeremy Hansen, Satoshi Furukawa, Mike Barratt und Jack Fischer im Höhlensystem Sa Grutta auf Sardinien unter ähnlichen Bedingungen wie auf der Internationalen Raumstation.
Owtschinin war Kommandant des Raumschiffes Sojus TMA-20M sowie Bordingenieur der ISS-Expeditionen 47 und 48. Starttermin war der 18. März 2016. Die Landung erfolgte am 7. September 2016.
Im Oktober 2018 sollte Owtschinins zweiter Langzeitaufenthalt auf der Internationalen Raumstation beginnen. Er sollte dort zunächst als Bordingenieur der ISS-Expedition 57 arbeiten und im Dezember das Kommando der ISS-Expedition 58 übernehmen. Als Kommandant des Raumschiffes Sojus MS-10 startete er am 11. Oktober 2018 mit Nick Hague vom Kosmodrom Baikonur. Das Raumschiff erreichte jedoch wegen eines Problems bei der ersten Stufentrennung der Sojus-Rakete nicht den Orbit und musste notlanden.
Seinen Flug zur ISS konnte Owtschinin durch Änderungen in der Mannschaftsplanung schon am 14. März 2019 mit Sojus MS-12 nachholen. Er nahm an der ISS-Expedition 59 teil und war anschließend Kommandant der Expedition 60.
Seinen nächsten Raumflug trat Owtschinin am 11. September 2024 an. Als Kommandant von Sojus MS-26 startete er zusammen mit Donald Pettit und Iwan Wagner zur ISS und soll etwa sechs Monate Mitglied der Expeditionen 71 und 72 sein.[
starb Edwin Powell Hubble
Meilenstein: Hubble-Konstante entdeckt (Expansionsgeschwindigkeit des Universums)
Als es Vesto Slipher 1912 am Lowell-Observatorium in Flagstaff (Arizona) gelang, erstmals die Radialgeschwindigkeit eines Spiralnebels zu messen, war auch Hubble als Student mit der Relativgeschwindigkeit des Andromedanebels (M31) zum Milchstraßensystem befasst. Am Mount-Wilson-Observatorium konnte er 1923 nachweisen, dass M31 weit außerhalb unserer Galaxis liegt.
Aufgrund der räumlichen Verteilung anderer Galaxien sowie ihrer im Spektrum u. a. von Milton Humason nachgewiesenen Rotverschiebung postulierte der belgische Priester Georges Lemaître im Juni 1927 die Expansion des Weltalls im Einklang mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Hubble veröffentlichte zwei Jahre später mit zusätzlichen Daten denselben linearen Zusammenhang zwischen der Rotverschiebung und der Verteilung extragalaktischer Nebel, zog jedoch nicht die physikalische Schlussfolgerung einer Expansion des Weltalls und vermutete ein bisher unentdecktes Naturprinzip hinter der Rotverschiebung. Dennoch wird in der öffentlichen Wahrnehmung diese Entdeckung Lemaîtres häufig Hubble zugeschrieben.
Hubble und Humason entdeckten auf Basis der Arbeiten Sliphers, dass die Spektren verschiedener Galaxien nicht etwa zu gleichen Teilen ins Rote und Blaue verschoben sind, sondern dass es erheblich mehr rotverschobene Spektren gibt. Interpretiert man die Frequenzverschiebung als Dopplereffekt, so lässt sich ableiten, dass sich fast alle beobachteten Galaxien von uns entfernen. Hubble war auch der erste, der einen direkt proportionalen Zusammenhang zwischen Rotverschiebung und Entfernung der Galaxien aufstellte, was bedeuten würde, dass sich diese fernen Weltinseln umso schneller von uns fortbewegen, je weiter sie entfernt sind. Die Größe, welche diese Expansion beschreibt, wird ihm zu Ehren die Hubble-Konstante H genannt.
Das Hubble-Weltraumteleskop (HST) wurde nach ihm benannt. Weitere Ehrungen Hubbles sind 1964 die Benennung des Mondkraters Hubble und 1955 die Benennung des Asteroiden (2069) Hubble.
Jupitermond Ananke entdeckt
Der Astronom Seth Barnes Nicholson entdeckt den um den Planeten Jupiter kreisenden äußeren Mond Ananke.
Ananke hat einen mittleren Durchmesser von etwa 28 km. Ihre Dichte wird auf 2,6 g/cm³ geschätzt. Sie ist vermutlich überwiegend aus silikatischem Gestein aufgebaut. Ananke hat eine sehr dunkle Oberfläche mit einer Albedo von 0,04. Der Mond umkreist Jupiter in einem mittleren Abstand von 21,28 Mio. km in 629 Tagen, 18 Stunden und 29 Minuten. Er bewegt sich entgegen der Rotationsrichtung des Jupiters um den Planeten.
Ananke ist die Namensgeberin einer Gruppe von Monden, die sich auf ähnlichen Bahnen um Jupiter bewegen. Die Ananke-Gruppe umfasst acht bis sechzehn Monde, wobei Ananke das größte Mitglied ist.
wurde Charles Lacy Veach geboren
Veach studierte Maschinenbau an der United States Air Force Academy und schloss 1966 mit einem Bachelor ab. Er trat 1967 in die US Air Force ein und wurde daraufhin in den nächsten 14 Jahren weltweit eingesetzt.
1982 kam er zur NASA und wurde dort als Testpilot und Ausbilder für Shuttlepiloten eingesetzt. 1984 wurde er in die 10. Astronautengruppe der NASA gewählt und ein Jahr lang als Missionsspezialist ausgebildet. Sein Fachgebiet waren Roboter der ISS.
Seinen ersten und kürzesten Weltraumeinsatz hatte Veach als Missionsspezialist der Mission STS-39 mit dem Space Shuttle Discovery. STS-39 war die erste nicht-geheime Shuttle Mission des Verteidigungsministeriums (Department of Defense; DoD).
Sein zweiter Flug führte ihn mit der Raumfähre Columbia ins All. Im Rahmen dieser Mission wurde der italienisch-amerikanische Geodäsiesatellit LAGEOS 2 ausgesetzt. Weiterhin wurde an Bord französische und amerikanische Experimente durchgeführt.
wurde Alexander Sergejewitsch Iwantschenkow geboren
1975 war Iwantschenkow Mitglied der Unterstützungsmannschaft des Apollo-Sojus-Projekts. Er war Ersatzmann für weitere Sojus-Missionen. Gleichzeitig war Alexander Iwantschenkow bei NPO Energija als Ingenieur angestellt.
1978 flog Alexander Iwantschenkow als Bordingenieur von Sojus 29 mit Wladimir Kowaljonok als zweite Stammbesatzung (Saljut 6 EO-2) zur Raumstation Saljut 6. Am 29. Juli 1978 führte Iwantschenkow eine EVA durch, um Geräte und Experimente zu bergen. Während ihrer Zeit als Stammbesatzung an Bord von Saljut 6 empfingen sie die Besucher von Sojus 30 (Pjotr Klimuk und Mirosław Hermaszewski). Als sich die Lebensdauer des Raumschiffes Sojus 29 dem Ende näherte, brachte die nächste Besuchsmannschaft (Waleri Bykowski und Sigmund Jähn) mit Sojus 31 ein neues Raumschiff und nahm Sojus 29 zur Erde zurück.
Als Gastgeber des Besuchs von Jähn an Bord von Saljut 6 wurden Kowaljonok und Iwantschenkow später mit dem Ehrentitel Held der DDR ausgezeichnet. Kowaljonok und Iwantschenkow landeten mit Sojus 31 nach 139 Tagen im All. Damit hatten sie einen neuen Dauerrekord im Weltraum aufgestellt.
Seinen zweiten Raumflug absolvierte Iwantschenkow 1982 ebenfalls als Bordingenieur der ersten Gastmannschaft von Saljut 7. Zubringerschiff war Sojus T-6. Als Begleiter des ersten französischen Kosmonauten Jean-Loup Chrétien wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.
C/1858 L1 (Donati) - Erstes Foto eines Kometen
Meilenstein: Erstes Foto eines Kometen
Dem britischen Fotografen William Usherwood gelingt als Erstem ein Foto eines Kometen. In der folgenden Nacht schießt auch der US-amerikanische Astronom William Cranch Bond ein Bild des Kometen Donati.
Der Komet Donati (offizielle Bezeichnung C/1858 L1) wurde am 2. Juni 1858 vom italienischen Astronomen Giovanni Battista Donati entdeckt und soll einer der schönsten Kometen gewesen sein, die je mit freiem Auge zu sehen waren.
Bekannt ist der Komet u.a. durch das Gemälde, das ihn im Sternbild Großer Wagen über Venedig zeigt.
wurde Heinrich Kreutz geboren
Nach seiner Schulzeit in Siegen studierte Kreutz an der Universität Bonn Astronomie unter den Professoren Adalbert Krüger und Eduard Schönfeld. 1880 promovierte er und ging anschließend für mehrere Monate nach Wien, wo er unter Theodor Oppolzer arbeitete.
1882 nahm er eine Stelle als Rechner am Astronomischen Rechen-Institut von Berlin an. 1896 übernahm Kreutz die Aufgabe als Herausgeber der Astronomischen Nachrichten, einer der seinerzeit führenden Fachzeitschriften für Astronomie. Seit 1891 gehörte er der Akademie der Naturforscher Leopoldina als Mitglied an.
Kreutz untersuchte die Bahnen von Kometen, deren Periheldurchgänge in großer Sonnennähe stattfanden, und stellte fest, dass diese Fragmente eines größeren Kometen sein müssen. Einige der Kreutz-Kometen gehören zu den hellsten Kometen, die jemals beobachtet wurden, wie der 1965 erschienene Komet Ikeya-Seki.
2004 wurde der Asteroid (3635) Kreutz nach ihm benannt.
wurde Johann Philipp von Wurzelbau geboren
Sein Interesse für Astronomie war durch Georg Christoph Eimmart geweckt worden, der 1678 auf der Vestnertorbastei der Nürnberger Burg die erste Nürnberger Sternwarte eingerichtet hatte, und mit dem zusammen er 1684 erste Beobachtungen veröffentlichte. 1682 hatte Wurzelbauer begonnen, in seinem Haus ebenfalls eine Sternwarte einzurichten. 1692 versah er sein Haus am Spitzenberg 4 mit einem auffallenden, achteckigen Beobachtungstürmchen, das erst mit der völligen Zerstörung des Hauses im Zweiten Weltkrieg unterging. Seine Instrumente gingen teilweise in den Besitz des Germanischen Nationalmuseums über, eines davon, ein großer Quadrant, ist in der Ausstellung des GNM auf der Nürnberger Burg zu sehen.
Wurzelbaus Interesse galt vor allem der genauen Bestimmung astronomischer Grundparameter, so der geographischen Position Nürnbergs sowie der präzisen Bestimmung des Sonnenlaufs. Auf Grundlage seiner Arbeiten zur Sonnenbewegung stellte der Ellinger Uhr- und Kompassmacher Johann Michael Vogler für ihn 1716 eine Sonnenuhr her, die möglicherweise die erste Sonnenuhr mit einem Analemma ist, das eine Korrektur der angezeigten Zeit entsprechend der Zeitgleichung ermöglicht. Seine zahlreichen Beobachtungen zu astronomischen Ereignissen wie Sonnen- und Mondfinsternissen veröffentlichte er vor allem in den Schriftenreihen der preußischen und der französischen Akademien, deren Mitglied er war.
Der Mondkrater Wurzelbauer ist nach ihm benannt.