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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Gaia Data Release 3 veröffentlicht
Die Daten des Gaia-DR3-Katalogs beruhen auf einer Beobachtungszeit von 34 Monaten und wurde am 13. Juni 2022 freigegeben. Es war absehbar, dass die Teile von DR3 zu unterschiedlichen Zeiten veröffentlichungsreif sind. Die Veröffentlichung wurde aufgeteilt, damit die Daten so früh wie möglich der Wissenschaft zur Verfügung stehen.
Anhand Gaia EDR3 war es zum ersten Mal möglich, den Einfluss des galaktischen Zentrums auf das Sonnensystem zu erfassen. Mit Gaia EDR3 3026325426682637824 wurde zum ersten Mal ein Exoplanet von ungefähr 1 Jupitermasse und Umlaufdauer von drei Tagen mit der Transitmethode entdeckt und durch Beobachtungen mit dem Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona wurde das Ergebnis bestätigt.
Kometenlander Philae meldet sich bei Rosetta
Die Weltraummission Rosetta der ESA erforschte den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Die gleichnamige Sonde startete am 2. März 2004, erreichte den Orbit des Kometen im August 2014 und verblieb in diesem mehr als zwei Jahre, währenddessen der Komet sein Perihel durchquerte. Sie setzte im November 2014 den Lander Philae aus, die erste Sonde, die auf einer Kometenoberfläche aufgesetzt hat.
Der Lander Philae setzte am 12. November 2014 zweimal auf, bevor er beim dritten Bodenkontakt außerhalb der Zielregion zum Stillstand kam. Nach dem zweiten Sprung kam er auf zwei Beinen stehend, also wohl angelehnt zum Stillstand. In dieser Position ist er kürzer als geplant sonnenbeschienen, nur 1,5 Stunden pro 13 Stunden Kometentag. Am 15. November 2014, nach 2 Tagen und etwa 8 Stunden, schaltete der Lander mangels Energieversorgung in eine Art Winterschlaf.
Die ansteigende Sonneneinstrahlung während der Annäherung des Kometen an die Sonne gab Philae nach fast 7 Monaten ohne Signal wieder genügend Energie, um sich bei Rosetta zu melden Die Signale wurden am 13. Juni gegen 22:28 Uhr im European Space Operations Centre in Darmstadt empfangen. Allerdings kam keine zuverlässige längerfristige Kommunikation zustande. Ab August 2015 entfernte sich der Komet wieder von der Sonne, wurde aber weiterhin von Rosetta vermessen.
Ankunft am Ziel: Shenzhou 10
Bei dieser Mission kam erstmals das am 25. Juli 2012 fertiggestellte Tianlian-Netzwerk zum Einsatz, ein System von damals drei Relaissatelliten in geostationären Umlaufbahnen, die untereinander und zum Boden Daten weiterleiten können und auf diese Weise Kommunikation mit Raumfahrzeugen ermöglichen, die keinen direkten Kontakt zu einer Bodenstation haben.
Der Start der Mission vom Kosmodrom Jiuquan erfolgte am 11. Juni 2013. Während des zweitägigen Anflug zum Raumlabor feierten die drei Raumfahrer an Bord das Drachenbootfest mit traditionellen Zongzi-Reisklößen.
Während bei Shenzhou 9 die Inbetriebnahme und Überprüfung des Raumlabors im Vordergrund stand, war Shenzhou 10 die erste anwendungsorientierte Mission des Bemannten Raumfahrtprogramms, bei der zahlreiche wissenschaftliche Experimente durchgeführt wurden. Für chinesische Schüler hielt Wang Yaping am 20. Juni 2013 eine gut 40 Minuten dauernde Unterrichtsstunde aus dem All ab, bei der sie verschiedene physikalische Experimente durchführte und so den Einfluss der Schwerelosigkeit demonstrierte.
Seit dem 25. Dezember 2020, dem Vorabend von Maos 127. Geburtstag, ist die Landekapsel in dem Revolutionsmuseum neben dem Geburtshaus Mao Zedongs in der Gemeinde Shaoshan, Provinz Hunan, ausgestellt.
Im Raumschiff Shenzhou 10 wurde auch ein Büschel Pfahlrohr-Sprossen mit ins All geommen, dort der kosmischen Strahlung ausgesetzt und dann wieder zur Erde zurückgebracht. Pfahlrohr ist eine in China breit verwendete Nutzpflanze, es wird nicht nur verfüttert und als Heizmaterial genutzt, sondern auch zur Herstellung von Spanplatten und reißfestem Papier.
Start von Röntgen-Teleskop NuStar
Nuclear Spectroscopic Telescope Array (NuSTAR) ist ein orbitales Röntgen-Teleskop für die Beobachtung von Röntgenquellen wie schwarzen Löchern. NuSTAR ist ein Satellit im Explorer-Programm der NASA. Nach dem Erreichen der Umlaufbahn hat NuSTAR die zusätzliche Bezeichnung Explorer 93 erhalten.
Zu den Fragestellungen, die durch NuSTAR geklärt werden sollen, gehört die Verteilung der Schwarzen Löcher, die Entstehung schwerer Elemente und die Energieerzeugungsmechanismen aktiver Galaxien.
Missionsende von Raumsonde Hayabusa
Hayabusa (dt. „Wanderfalke“) war eine Raumsonde der japanischen Raumfahrtagentur JAXA, die am 9. Mai 2003 zum Asteroiden (25143) Itokawa gestartet wurde.
Am 12. September 2005 erreichte die Sonde ihr Ziel und nahm dort Bodenproben. Nach einem Rückflug, der sich wegen diverser technischer Probleme um drei Jahre verzögerte, traten die abgetrennte Rückkehrkapsel mit der Probe und die Sonde am 13. Juni 2010 gegen 13:56 UTC (23:30 Uhr Ortszeit) über Australien in die Erdatmosphäre ein. Es war die erste von der Oberfläche eines Asteroiden mit einem Raumfahrzeug zurückgeführte Probe.
Die Aufnahmen der Sonde zeigen die Oberfläche des Asteroiden mit einem Auflösungsvermögen von unter einem Meter. Auffällig ist das fast völlige Fehlen von Einschlagkratern, welche die Oberflächen von anderen Asteroiden dominieren. Manche Gebiete auf Itokawa sind von Regolith und Felsbrocken verschiedener Größe bedeckt, anderswo liegt offenbar blankes Gestein frei. Die mittlere Dichte von Itokawa konnte durch Hayabusa zu 2,3±0,3 g/cm³ bestimmt werden. Das ist etwas weniger, als für kompaktes Silikatgestein erwartet worden wäre. Diese Beobachtungen legen nahe, dass es sich bei dem Asteroiden um einen nur von der Gravitationskraft zusammengehaltenen, porösen „Schutthaufen“ handelt.
Der Rückkehrbehälter, der unter hochreinen Bedingungen sorgfältig untersucht wurde, enthielt nach Mitteilung der JAXA eine Anzahl kleiner Partikel, die in der Folge untersucht wurden. Die Untersuchungen bestätigten, dass die Partikel definitiv vom Itokawa stammen.
Hayabusa liefert Bodenprobe von Asteroid Itokawa ab
Meilenstein: Erste Bodenprobe von Asteroid zurückgebracht
Nach einem misslungenen Versuch am 19. November fand die zweite Landung der japanischen Raumsonde Hayabusa auf dem Asteroiden Itokawa am 26. November 2005 statt. Diesmal arbeitete der Mechanismus der Probenentnahme nach den ersten Berichten einwandfrei.
Zur Probenentnahme besitzt Hayabusa eine trichterförmige Öffnung, die als Staubfänger dient. Bei Bodenberührung des Trichters wurde ein kleines Geschoss auf die Oberfläche abgefeuert und der Probenbehälter kurzzeitig geöffnet. Ein Teil des aufgewirbelten Materials sollte auf diese Weise gesammelt werden.
Die Sonde verglühte bei ihrer Rückkehr zur Erde am 13. Juni 2010 über Südaustralien und konnte dabei von mehreren Beobachtungstationen verfolgt werden, während die Rückkehrkapsel planmäßig am Fallschirm im australischen Woomera Prohibited Area landete und eine Stunde später per Hubschrauber lokalisiert war. Hier wurde die augenscheinlich intakte Kapsel am nächsten Tag geborgen und bis zur Untersuchung der Proben versiegelt.
starb Donald Kent Slayton
Deke Slayton gehörte zur ersten Astronautengruppe, die 1959 ausgewählt wurde. Seinen ersten und einzigen Raumflug machte er jedoch erst 1975 im Rahmen des Apollo-Sojus-Test-Projekts.
Der Flug fand vom 15. Juli bis zum 24. Juli 1975 statt, Slayton übernahm dabei die Aufgabe des Dockingmodul-Piloten. Mit 51 Jahren war er der bis dahin älteste Weltraumneuling. Das Apollo-Raumschiff koppelte in der Erdumlaufbahn an Sojus 19, und die Astronauten und Kosmonauten konnten über das Docking-Modul von einem Raumschiff in das andere umsteigen. Slayton verbrachte eine Stunde und 35 Minuten an Bord der Sojus.
Bei der Rückkehr des Apollo-Raumschiffs wäre es beinahe noch zu einer Katastrophe gekommen. Nachdem die Fallschirme manuell ausgelöst wurden, zündeten die Lagesteuerdüsen, und durch ein Ausgleichsventil strömten giftige Gase in die Landekapsel. Glücklicherweise blieben bei den drei Astronauten keine Schäden zurück.
Pioneer 10 erreicht als 1. Sonde die Neptunbahn
Meilenstein: Erste Sonde erreicht die Neptunbahn
Pioneer 10 ist eine Raumsonde der NASA, die der Erforschung des Jupiters sowie des interplanetaren Mediums und des Asteroidengürtels diente.
Sie wurde am 3. März 1972 vom Launch Complex 36 auf Cape Canaveral mit einer Atlas-Centaur-Rakete gestartet. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen über Jupiter, den Asteroidengürtel und den interplanetaren Weltraum war die Pioneer-10-Mission auch ein wichtiger Schritt im Bereich der Raumsondenkonstruktion und Missionsplanung.
Die Sonde erwies sich als äußerst robust und sendete das letzte Mal im Januar 2003 Daten zur Erde. Mit einer Missionsdauer von knapp 31 Jahren übertraf sie ihre geplante Lebensdauer von 21 Monaten um mehr als das Sechzehnfache.
Am 13. Juni 1983 passierte die Sonde als erste die Bahn von Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Pioneer 10 blieb bis zum 17. Februar 1998 das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen geschaffene Objekt.
Supernova in Galaxie M84
Messier 84 (auch als NGC 4374 bezeichnet) ist eine 9,2 mag helle Galaxie mit einer Flächenausdehnung von 6,5′ × 5,6′ im Sternbild Jungfrau auf der Ekliptik.
Am 23. April 1957 wurde die Supernova SN 1957B von Typ Ia entdeckt. Am 13. Juni 1980 wurde die Supernova SN 1980I entdeckt. Am 3. Dezember 1991 wurde die Supernova SN 1991bg von Typ Ia-p entdeckt.
Missionsende von Sojus 32
Ljachow und Rjumin bildeten die dritte Stammbesatzung von Saljut 6 (Saljut 6 EO-3). In ihrer Anwesenheit wurden drei Versorgungsraumschiffe, Progress 5, 6 und 7, empfangen und entladen. Am 15. August verließen die Kosmonauten die Station zu Außenarbeiten für eine Stunde und 23 Minuten.
Während des Aufenthalts war der Besuch der Interkosmos-Besatzung von Sojus 33 geplant. Die Kopplung konnte wegen Problemen mit dem Haupttriebwerk von Sojus 33 nicht erfolgen. Damit war auch der Austausch der Sojus 32 gegen Sojus 33 als Rückkehrmodul für die Stammmannschaft nicht mehr möglich.
Die Lebensdauer der Sojus-Raumschiffe war zu diesem Zeitpunkt auf 90 Tage begrenzt und endete damit am 26. Mai. Daher wurde am 6. Juni das Raumschiff Sojus 34 unbemannt zur Station geschickt. Nach erfolgreicher Kopplung wurde die alte Sojus 32 abgetrennt und landete am 13. Juni ohne Besatzung. Ljachow und Rjumin landeten mit Sojus 34 erfolgreich.
starb Carl Keenan Seyfert
Nach Ende seiner Schulzeit begann er 1936 an der Harvard-Universität ein Medizinstudium. Bald jedoch wechselte er zur Astronomie, wo er den Bachelor-, den Master- (1933) und schließlich 1936 den Doktorgrad der Physik verliehen bekam. Seine Dissertation beschäftigte sich mit "Studien über die entfernteren Galaxien" und konzentrierte sich auf Farben und Größen von Galaxien.
1936 beteiligte er sich beim Vorhaben des Yerkes-Observatoriums, ein neues Observatorium zu errichten. In den folgenden Jahren war er bei diesem neuen McDonald-Observatorium beschäftigt. Während dieser Zeit erforschte er zusammen mit Daniel Popper die Eigenschaften von Sternen der Spektralklasse B, verlor dabei aber die Untersuchungen der Farben von Spiralgalaxien nicht aus den Augen.
Von 1940 bis 1942 betrieb er am Mount-Wilson-Observatorium als erster Forschungen über nukleare Emissionen von Spiralgalaxien. 1943 publizierte er eine Arbeit über lichtemittierende Galaxien mit hellen Kernen, welche charakteristische breite Spektrallinien zeigen. Galaxien dieser Art werden seitdem als Seyfertgalaxien bezeichnet. Prominentestes Beispiel für eine solche Seyfertgalaxie ist Messier 77 (NGC 1068), welche Seyfert selbst entdeckt hat.
1970 wurde der Mondkrater Seyfert nach ihm benannt, außerdem trägt das 60-cm-Teleskop am Dyer-Observatorium seinen Namen. Weiterhin erinnern eine Galaxienklasse, die Seyfertgalaxien, sowie ein Galaxienhaufen um NGC 6027 namens Seyferts Sextett, welchen er während seiner Zeit an der Vanderbilt-Universität entdeckt hatte, an seine Verdienste um die Astronomie.
wurde Ronald John Grabe geboren
Grabe kam im August 1981 nach Houston, um dort sich dort im Johnson Space Center der NASA zum Shuttle-Piloten ausbilden zu lassen. Von 1983 bis 1985 war er zusätzlich als stellvertretender Manager für die Koordinierung der Arbeitsabläufe im Space-Shuttle-Programm zuständig. Nach dem Unglück der Raumfähre Challenger im Jahr 1986 arbeitete er in der Untersuchungskommission. Von 1989 bis 1991 arbeitete er als leitender Astronaut am Design der Internationalen Raumstation (ISS). Später war er im Astronautenbüro für das Training der Raumfahrer verantwortlich.
Zu seiner ersten Mission startete Grabe am 3. Oktober 1985 als Pilot eines geheimen Flugs für das US-Verteidigungsministerium. Es war der erste Einsatz der neuen Raumfähre Atlantis. Der viertägige Flug diente zum Aussetzen von zwei militärischen Kommunikationssatelliten vom Typ DSCS III.
Grabes zweite Mission begann am 4. Mai 1989 mit dem Start der Raumfähre Atlantis. Kurze Zeit später setzte die Besatzung erfolgreich die Venussonde Magellan aus, womit zum ersten Mal eine Planetensonde vom Shuttle aus gestartet wurde. Während des weiteren Verlaufs des viertägigen Flugs widmeten sich die fünf Astronauten mehreren wissenschaftlichen Experimenten.
Ab 22. Januar 1992 flog Grabe mit dem Space Shuttle Columbia erstmals als Kommandant in den Weltraum. Die Hauptaufgabe der Mission bestand im Betrieb des International Microgravity Laboratory-1. Dafür befanden sich über 50 Experimente im europäischen Spacelab-Modul, die den Effekt der Schwerelosigkeit auf Organismen und andere Materialien erforschten. Grabes Crew, der mit Ulf Merbold auch ein Deutscher angehörte, arbeitete im Schichtsystem, um während des acht Tage langen Flugs so viele Daten wie möglich zu erhalten.
Grabes letzte Mission begann am 21. Juni 1993, als er als Kommandant an Bord der Raumfähre Endeavour startete. Drei Tage später fingen er und seine sechsköpfigen Besatzung mit Hilfe des Roboterarms erfolgreich die europäische Forschungsplattform EURECA ein, um sie anschließend zur Erde zurückzubringen. Die meiste Zeit verbrachte die Crew mit den 22 Experimenten im Spacehab-Modul, das bei diesem Flug zum ersten Mal eingesetzt wurde.
wurde Ljudmila Iwanowna Tschernych geboren
1959 schloss sie ihr Studium an der Staatlichen Pädagogischen Hochschule von Irkutsk ab. Anschließend arbeitete sie bis 1963 in einem Labor für Zeit- und Frequenzmessungen am Allunions-Forschungsinstitut für physikalisch-technische und radiotechnische Messungen in Irkutsk, wo sie astrometrische Beobachtungen für den Zeitdienst vornahm.
Von 1964 bis 1998 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für theoretische Astronomie an der sowjetischen/russischen Akademie der Wissenschaften und arbeitete am Krim-Observatorium. Hier lernte sie ihren späteren Ehemann, den Astronomen Nikolai Stepanowitsch Tschernych, kennen, mit dem sie zusammenarbeitete.
L.I. Tschernych entdeckte 268 Asteroiden, darunter (1772) Gagarin, (2807) Karl Marx, (2877) Likhachev, (3147) Samantha und den Apollo-Asteroiden (2212) Hephaistos. Sie war Ehrenbürgerin ihrer Geburtsstadt Schuja.
Zu Ehren des Ehepaares Tschernych wurde der Asteroid (2325) Chernykh benannt.
wurde James Clerk Maxwell geboren
1847 schrieb sich Maxwell an der Universität Edinburgh ein und studierte Naturphilosophie, Moralphilosophie und mentale Philosophie. In Edinburgh studierte er bei Sir William Hamilton. 18-jährig schrieb er zwei Beiträge für die Transactions of the Royal Society of Edinburgh, von denen einer ("Über das Gleichgewicht von elastischen Festkörpern") die Grundlage für eine einzigartige Entdeckung in seinem späteren Leben legte, die zeitweilige Doppelbrechung in viskosen Flüssigkeiten durch Scherkräfte.
1850 wechselte Maxwell zur Universität Cambridge. Im November 1851 studierte Maxwell bei seinem Tutor William Hopkins. Einen großen Teil der Ausarbeitungen seiner elektromagnetischen Gleichungen vollendete Maxwell, als er noch Student ohne Abschluss war.
1856 gewann er den Adams-Preis in Cambridge für einen originellen Aufsatz, mit dem er nachwies, dass die Saturnringe weder flüssig sind noch kompakte Festkörper, sondern dass eine Stabilität nur herrschen könne, wenn sie aus einer Vielzahl nicht zusammen hängender kleiner fester Körper bestehen.
Er widerlegte auch mathematisch die Nebeltheorie, die besagt, dass sich Galaxien durch die fortschreitende Kondensation von gasförmigen Nebeln bilden. Nach seiner Theorie sind dafür Anteile kleiner Festkörper notwendig.
1866 entwickelte Maxwell die kinetische Gastheorie und gilt damit als einer der Begründer der Statistischen Mechanik neben dem später wirkenden Ludwig Boltzmann. Die klassische Geschwindigkeitsverteilung von Gasmolekülen (Maxwell-Boltzmann-Verteilung) ist nach beiden benannt. Er veröffentlichte im Jahre 1861 die erste Farbfotografie als Bestätigung der Theorie der additiven Farbmischung.
Zu Maxwells Ehren wurde die cgs-Einheit Maxwell des magnetischen Flusses benannt. Eine Gebirgskette auf der Venus, Maxwell Montes, wurde nach ihm benannt, da diese durch die von ihm postulierten elektromagnetischen Wellen (Radar-Beobachtungen) entdeckt wurde.
Außerdem trägt das James Clerk Maxwell Telescope auf dem Mauna Kea, das größte Teleskop der Welt für elektromagnetische Strahlung zwischen Infrarot und Mikrowellen mit einem Durchmesser von 15 m seinen Namen. Auch ein Mondkrater und der Asteroid (12760) Maxwell sind nach James C. Maxwell benannt. Ihm zu Ehren sind der James-Clerk-Maxwell-Preis für Plasmaphysik und die Maxwell-Medaille benannt.
wurde Franz Xaver von Zach geboren
Er machte sich vor allem um die Erforschung des Sonnensystems und die Organisation der internationalen Astronomie verdient, was unter anderem durch die Benennung eines Mondkraters (Zach) und eines Asteroiden (999) Zachia gewürdigt wurde.
Baron Zach lebte und arbeitete in mehreren Staaten Europas. Seine bedeutendste Wirkungsstätte war Gotha, wo er eine moderne neuzeitliche Sternwarte errichtete. Wegen der damals aktuellen Suche nach weiteren Planeten gründete er 1800 mit Johann Hieronymus Schroeter (1745–1816) in Lilienthal die Vereinigte Astronomische Gesellschaft, um die Verbreitung von Fachwissen und Entdeckungsdaten zu fördern.
Auch die dort gegründete Himmelspolizey zahlreicher europäischer Sternwarten zur Suche nach Asteroiden geht maßgeblich auf seine Initiative zurück. Ihr gelangen die Wiederauffindung von Ceres 1801 und die Entdeckungen der drei Planetoiden Pallas, Juno und Vesta in den Jahren 1802 bis 1807.
wurde Willebrord van Roijen Snell geboren
Er ist bekannt für die Entwicklung des optischen Brechungsgesetzes, nach ihm als snelliussches Brechungsgesetz bezeichnet. Auch die Erfindung der Triangulation wird ihm zugeschrieben. Er gebrauchte den Namen Snellius für wissenschaftliche Veröffentlichungen.
Er studierte an der Universität Leiden Rechte, interessierte sich aber vor allem für Mathematik. Von 1600 an zog er durch mehrere europäische Länder, unter anderem zum Mathematiker und Medizinprofessor Adriaan van Roomen in Würzburg, der ihn mit Tycho Brahe in Prag bekannt machte. Er assistierte Brahe bei astronomischen Beobachtungen und traf dort Johannes Kepler, der Brahes Assistent war. Brahe starb allerdings 1601. Er besuchte auch Johannes Praetorius in Altdorf und Michael Mästlin in Tübingen.
1615 entwickelte er mit der geodätischen Triangulation eine neue Methode für die Landvermessung und für die Ermittlung des Umfangs und des Radius der Erde, die er in seinem 1617 veröffentlichten Werk Eratosthenes Batavus (Holländischer Eratosthenes) beschrieb. Dazu benutzte er die Linie von seinem Haus zur lokalen Kirche als Basislinie und vermaß durch Triangulation den Abstand von Alkmaar nach Bergen-op-Zoom, die in etwa auf dem gleichen Längengrad lagen. Damit gelang ihm eine ziemlich genaue Bestimmung des Erdradius.
Das nach ihm benannte Brechungsgesetz, das schon vorher mehrfach gefunden worden war, fand er 1621. Es wurde allerdings nicht von ihm veröffentlicht, sondern seinen Beitrag deckte zuerst Christian Huygens in seiner 1703 veröffentlichten Dioptrik auf. Veröffentlicht wurde das Brechungsgesetz durch René Descartes in dessen Dioptrique 1637.
Die Königlich Niederländische Marine hat ein hydrographisches Vermessungsschiff, die Snellius, nach ihm benannt. Ferner ist er Namensgeber für den Mondkrater Snellius, das Mondtal Vallis Snellius und den Snellius-Gletscher in der Antarktis.
wurde Giovanni Antonio Magini geboren
Magini studierte bis zum Jahr 1579 in Bologna Philosophie, später widmete er sich der Astronomie. Im Jahr 1582 veröffentlichte er die Arbeit "Ephemerides coelestium motuum", die ein Jahr später ins Italienische übersetzt wurde.
Magini wurde 1588 Professor für Mathematik an der Universität Bologna. Im Jahr 1592 veröffentlichte er "De Planis Triangulis", wo er die Benutzung der Quadranten beschrieb. Im Jahr 1607 veröffentlichte er die astrologische Arbeit "De astrologica ratione".
Magini erstellte ebenfalls einen Atlas von Italien ("Atlante geografico d'Italia"), welcher jedoch erst im Jahr 1620 von seinem Sohn veröffentlicht wurde.
Im Jahre 1935 wurde der Mondkrater Maginus nach ihm benannt.
wurde Alessandro Piccolomini geboren
erlangte aber besonders als Astronom Bekanntheit.
Piccolomini erhielt bereits in jungen Jahren ab 1517 Stipendien für eine kirchliche Ausbildung vor allem von seinem Onkel, dem Kardinal Giovanni Piccolomini. So konnte er nach dem Tod des Vaters 1524 das Studium der Philosophie, Mathematik und Astronomie in Siena fortsetzen.
In seiner Jugend schrieb er einige Komödien: Amor costante, L’Alessandro und Ortensio. Er übersetzte Ovids Metamorphosen, die Poetik und die Rhetorik des Aristoteles. Auch gab er erste astronomische Schriften heraus, die das neue Wissen in der Volkssprache popularisieren sollten. Zu diesem Anliegen schrieb er einen Brief an den Schriftsteller Aretino. In seinem Traktat "Della grandezza della terra et dell’acqua" bekämpfte er die von Aristoteles und Ptolemaios vertretene Meinung, dass die Wasserfläche größer als die Landmasse der Erde sei.
Der Mondkrater Piccolomini wurde 1935 nach ihm benannt, der Asteroid (274264) Piccolomini 2021.