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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Missionsende von Shenzhou 9
Der Start erfolgte am 16. Juni 2012 um 10:37:24 Uhr UTC. Nach einem zweitägigen Anflug koppelte Shenzhou 9 am 18. Juni 2012 um 06:07 Uhr UTC vollautomatisch an dem im September 2011 gestarteten Raumlabor Tiangong 1 an.
Die Aufgabe der Besatzung war, das Raumlabor in Betrieb zu nehmen und die notwendigen Voraussetzungen für den Betrieb von Raumstationen zu erforschen. Darüber hinaus wurden medizinische Experimente zur Erforschung von Langzeitaufenthalten von Stationsbesatzungen im All durchgeführt.
Am 28. Juni 2012 um 01:22 Uhr UTC führte Liu Wang manuell die Abkopplung von Tiangong 1 durch und steuerte Shenzhou 9 in eine sichere Entfernung vom Raumlabor. Nachdem die Landekapsel mit dem noch damit verbundenen Servicemodul vom Orbitalmodul des Raumschiffs abgekoppelt hatte, erfolgte am Folgetag um 01:18 Uhr UTC die Bremszündung. Die Landung erfolgte am 29. Juni 2012 um 02:02 Uhr UTC auf dem Hauptlandeplatz der Volksbefreiungsarmee in der Inneren Mongolei.
Missionsende von Sonnensonde Ulysses
Meilenstein: Erste Sonde in polarer Umlaufbahn um die Sonne
Ulysses war eine Raumsonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung der Sonne. Die Sonde war unerwartet lange von Oktober 1990 bis zum 29. Juni 2009 in Betrieb.
Der Start war eigentlich für Mai 1986 mit der Mission STS-61-F auf einer Centaur-Oberstufe vorgesehen, doch aufgrund des Absturzes der Raumfähre Challenger am 28. Januar 1986 rutschte der Start schließlich auf den 6. Oktober 1990 und wurde dann mit der Mission STS-41 durchgeführt.
Die wissenschaftliche Mission von Ulysses umfasste unter anderem die Sonnenkorona, den Sonnenwind, das Sonnenmagnetfeld, solare Plasmawellen, kosmische Strahlen sowie zahlreiche Messungen beim Vorbeiflug an Jupiter 1992. Ulysses war die erste Sonde, die aus der Planetenebene hinaus über die Pole der Sonne flog und dort Magnetfelder sowie den Sonnenwind in Abhängigkeit von solarer Höhe und Breite vermaß – dank ihrer unerwartet langen Lebensdauer sowohl in der Phase geringer als auch hoher Sonnenaktivität. Insgesamt konnte die Heliosphäre in vier Dimensionen aufgelöst werden, nach Raum und Zeit
Die elliptische Umlaufbahn führte die Sonde weit hinaus bis in eine Entfernung von 5,4 AE von der Sonne und die Hydrazintanks mussten für die korrekte Funktion beheizt werden. Im Laufe der Mission produzierte der Radioisotopengenerator immer weniger Energie, so dass es immer schwieriger wurde, den Hydrazintank ausreichend zu beheizen.
Rund 14 Jahre nach dem Ende der fünfjährigen Primärmission wurde am 29. Juni 2009 die Ulysses-Mission mangels ausreichender Bordenergie offiziell beendet und die nur noch sehr eingeschränkt möglichen Datentransfers eingestellt. Die Sonde hat dabei trotz allen technischen Schwierigkeiten die Erwartungen bezüglich der Lebensdauer weit übertroffen und wurde die langlebigste ESA-Mission bis zu diesem Zeitpunkt. Erst SOHO konnte den Rekord brechen. Die Sonde umläuft weiterhin die Sonne.
Ankunft am Ziel: STS-71 (Spaceshuttle Atlantis)
Meilenstein: Erste Kopplung eines amerikanischen Space Shuttles an der russischen Raumstation MIR
STS-71 (englisch Space Transportation System) ist eine Missionsbezeichnung für das US-amerikanische Space Shuttle Atlantis (OV-104) der NASA. Der Start erfolgte am 27. Juni 1995. Es war die 69. Space-Shuttle-Mission und der 14. Flug der Atlantis. Während des dritten Fluges im Rahmen des Shuttle-Mir-Programms fand die erste Kopplung einer US-Raumfähre an die Raumstation Mir statt. Außerdem war es (nach US-Zählung) der 100. bemannte amerikanische Raumflug und die 22. bemannte Mission zur Mir.
Einen Höhepunkt in der Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland im Weltraum stellte die erste Kopplung eines Space Shuttle mit der Raumstation Mir dar. Am 29. Juni um 13:00 UTC war die Kopplung der beiden Raumfahrzeuge vollzogen. Mir und Atlantis bildeten damit den bis dahin größten künstlichen Erdsatelliten. Nach Überprüfung der Verbindung öffneten die beiden Kommandanten die Luken und begrüßten einander herzlich.
Zum Flugprogramm gehörten in der Folgezeit mehrere Interviews verschiedener Fernseh- und Radiostationen. Vor allem waren die Raumfahrer aber mit medizinischen Untersuchungen und dem Transport verschiedener Materialien in beide Richtungen beschäftigt.
Beim Ablegen wurde die Atlantis von Bord des Raumschiffes Sojus TM-21 aus gefilmt. Dazu hatten die Kosmonauten Solowjow und Budarin mit ihrem Raumschiff 15 Minuten vor dem Shuttle abgekoppelt und sich einige hundert Meter von der Station entfernt. Die Atlantis kehrte am 7. Juli mit den Langzeitfliegern Deschurow, Strekalow und Thagard zur Erde zurück und landete am Kennedy Space Center in Florida.
Roque-de-los-Muchachos-Observatorium
Das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium (span. Observatorio del Roque de los Muchachos, kurz ORM) ist zwischen 2350 und 2400 Metern Höhe eine Ansiedlung von Sternwarten am Hang des Roque de los Muchachos auf der Kanareninsel La Palma. Zusammen mit dem Teide-Observatorium auf Teneriffa bildet das ORM das European Northern Observatory (ENO).
Mehrere europäische Länder sind an der Anlage beteiligt, die eine der wichtigsten dieser Art weltweit ist. Ausschlaggebend für den Standort des Projektes waren die klimatischen Bedingungen auf der höchsten Erhebung von La Palma. Das ORM beherbergt sowohl Nacht- als auch Sonnenteleskope und gilt als eines der größten Observatorien weltweit. Zurzeit sind etwa 170 Forschungsinstitute und 31 Staaten an den Instrumenten der ENO beteiligt.
Missionsende von Sojus 11
Meilenstein: Erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation
Sojus 11 ist die Missionsbezeichnung für den Flug eines sowjetischen Sojus-Raumschiffs zur sowjetischen Raumstation Saljut 1. Es war die erste erfolgreiche Kopplung eines Raumschiffs an eine Raumstation überhaupt und der 19. Flug im sowjetischen Sojus-Programm.
Nach einer ersten Kurskorrektur in der vierten Umkreisung näherte sich Sojus 11 der Raumstation auf sieben Kilometer, bis das automatische Annäherungs- und Kopplungssystem Igla die Flugkontrolle übernahm. Die Besatzung musste nicht in den automatischen Ablauf eingreifen. Nach einer Ruhephase zog man in die Saljut um und fuhr alle Systeme der Sojus herunter. Damit ging die erste Raumstation der Geschichte in Betrieb, zwei Jahre vor der amerikanischen Skylab.
Die Kosmonauten machten eine Kurskorrektur und drehten die Solarzellen in die Sonne, um ein Maximum an elektrischer Energie zu erhalten. An den folgenden Tagen führten die Kosmonauten verschiedene Erdbeobachtungen und wissenschaftliche Experimente durch.
Infolge einer technischen Fehlfunktion während der Landephase (aufgrund einer fehlerhaften Zündsequenz der Sprengbolzen öffnete sich unerwartet ein Frischluftventil, und die Atemluft entwich komplett aus der Landekapsel) kamen jedoch alle drei Kosmonauten ums Leben. Dobrowolski, Wolkow und Pazajew waren innerhalb kürzester Zeit tot. Die Landung am 29. Juni 1971 erfolgte automatisch.
Missionsende von Azur (erster deutscher Satellit)
Azur, auch GRS A (German Research Satellite) genannt, war der erste deutsche Satellit. Er diente als Einstieg in die Weltraumforschung und kostete die Bundesrepublik Deutschland rund 80 Millionen DM.
Azur wurde am 8. November 1969 um 1:52 UTC mit einer vierstufigen Scout-B-Trägerrakete von der Vandenberg Air Force Base in den USA gestartet. Die Umlaufbahn lag zwischen 380 km und 3150 km und war um 103° gegen den Äquator geneigt. Der Satellit stellte nach nur sieben Monaten am 29. Juni 1970 seine Funktion ein, obwohl die spezifizierte Lebensdauer ein Jahr betrug.
Die Steuerung des Satelliten übernahm am 15. November 1969 das neu errichtete Deutsche Raumfahrtkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen, das zur Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (heute Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), gehört.
Der Satellit stellte nach sieben Monaten am 29. Juni 1970 seine Funktion ein, obwohl die spezifizierte Lebensdauer ein Jahr betrug. Ende März 2022 war das Perigäum der Umlaufbahn aufgrund des atmosphärischen Restwiderstandes auf 351 km und das Apogäum auf 1201 km Höhe abgesunken.
wurde George David Zamka geboren
Zamka studierte er an der US-Marineakademie und erwarb 1984 einen Bachelor in Mathematik. Er trat der US-Marineinfanterie bei und wurde nach einem Offizierslehrgang 1985 zum Piloten ausgebildet.
Zamka wurde im Juni 1998 von der NASA als Astronautenkandidat vorgestellt; er war einer von acht Shuttle-Piloten. Nach dem Grundlehrgang war er unter anderem als Ausbilder tätig. Außerdem leitete er das Shuttle-Training der 19. Astronautengruppe des Jahres 2004.
Ab Juni 2006 bereitete sich Zamka auf seinen ersten Raumflug vor. Er war Pilot der Mission STS-120, die am 23. Oktober 2007 startete und nach 15 Tagen zu Ende ging.
Am 5. Dezember 2008 wurde seine Teilnahme an der Mission STS-130 als Kommandant bekannt gegeben.[1] Der Start fand am 8. Februar 2010 statt, die Landung am 22. Februar.
wurde Charles Joseph Precourt geboren
Precourt erhielt 1977 einen Bachelor in Raumfahrttechnik von der United States Air Force Academy und 1988 einen Master in Wirtschaftsingenieurwesen von der Golden Gate University. 1990 erhielt er einen Master in Nationalen Sicherheitsangelegenheiten und strategischen Studien vom United States Naval War College.
1978 machte Precourt bei der US Air Force seinen Pilotenschein. Anschließend war er als Pilotenausbilder tätig. Von 1982 bis 1984 war er als F-15-Kampfpilot in Deutschland (Bitburg) stationiert.
Precourts erster Flug führte ihn als Missionsspezialist mit der Raumfähre Columbia ins All. Der Flug ist in Deutschland als zweite deutsche Spacelab-Mission „D-2“ bekannt. Der zehntägige Flug musste wegen verschiedener technischer Probleme mehrmals verschoben werden und konnte erst am 26. April 1993 beginnen. Bei der Mission wurde das erste Mal eine IMAX-Kamera mitgeführt. Mit an Bord befanden sich mit Ulrich Walter und Hans Schlegel zwei deutsche Astronauten.
Am 27. Juni 1995 flog Precourt als Pilot der Atlantis zur 100. Mission eines bemannten Raumfahrzeugs der USA. Hauptaufgaben war die erste Kopplung während des dritten Fluges innerhalb des Shuttle-Mir-Programms zwischen der Raumfähre Atlantis und der Raumstation Mir.
Am 15. Mai 1997 flog Precourt als Kommandant der Atlantis erneut zur Raumstation Mir. Es war die sechste Kopplungsmission im Rahmen des Shuttle-Mir-Programms. Nach dem Docken wurden mehrere Tonnen an Ausrüstung und Experimenten in die russische Raumstation gebracht. Außerdem wurde ein Mannschaftswechsel vorgenommen. Astronaut Jerry Linenger wurde nach vier Monaten abgelöst und kehrte mit dem Shuttle zur Erde zurück. Seinen Platz nahm Michael Foale ein. Nach neun Tagen ging die Mission STS-84 am 24. Mai zu Ende.
Am 2. Juni 1998 startete Precourt als Kommandant der Raumfähre Discovery zu seinem letzten Flug ins All. Es war das neunte und letzte Andockmanöver eines Shuttles an der russischen Raumstation Mir und markierte den Abschluss einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Start und Landung erfolgten am Kennedy Space Center.
wurde Antoine de Saint-Exupery geboren
De Saint-Exupérywar ein französischer Schriftsteller und Pilot. Im 2. Weltkrieg wurde er eingezogen und fungierte zunächst als Ausbilder für Piloten. Später wurde er selbst Pilot bei einem Aufklärungsgeschwader und wurde im Mai/Juni 1940 Zeuge, wie Nordostfrankreich nach dem deutschen Angriff, dem „blitz allemand“, im Chaos versank.
"Le petit prince", der langfristig sein bekanntester Text werden sollte (bis heute wurde das Werk weltweit in über 140 Sprachen übersetzt), ist eine märchenähnliche Erzählung um einen in der Wüste notgelandeten Flieger, der hier auf einen kleinen Jungen trifft, den es von einem Asteroiden auf die Erde verschlagen hat. Der reale und surreale Elemente mischende Text liest sich insgesamt wie eine verzweifelte Auseinandersetzung des Autors mit der ihn bedrückenden Situation des geknebelten Frankreichs, seinem Unbehagen im utilitaristisch denkenden Amerika und nicht zuletzt seinem schlechten Gewissen gegenüber seiner in Frankreich zurückgelassenen Frau – der „Rose“ des „kleinen Prinzen“. An Le petit prince erinnert heute im südfranzösischen Ort Agay ein Brunnendenkmal, das einen Schlüsselsatz aus dem Büchlein trägt.
wurde George Ellery Hale geboren
Hale stellte bei der Beobachtung des Sonnenspektrums die Aufspaltung von Absorptionslinien (Zeeman-Effekt) fest und wies nach, dass die Sonnenflecken Orte starker Magnetfelder sind. Bereits als 21-jähriger entwickelte er als Student am MIT um 1890 (gleichzeitig mit Henri-Alexandre Deslandres) den Spektroheliografen. Dieses Instrument wurde bald weltweit zur Untersuchung der Sonne in engen Spektralbereichen eingesetzt.
1894 gründete er das Astrophysical Journal, dessen Herausgeber er ab 1895 war. 1892 bis 1895 war er Mitherausgeber von Astronomy and Astrophysics.
Er war auswärtiges Mitglied der Académie des sciences (1919) und der Royal Society (1909).
Die beiden Hale-Observatorien auf dem Mount Wilson und dem Mount Palomar wurden 1970 nach ihm benannt.
Der Mondkrater Hale ist nach ihm und dem Erfinder William Hale benannt. Seit 1973 ist auch der Marskrater Hale nach ihm benannt. Auch der Asteroid (1024) Hale ist nach ihm benannt.
wurde Christian August Hausen der Jüngere geboren
Mineraloge, Astronom und Physiker.
Er war der Erste, der eine Methode zur Bestimmung der Rotationsdauer der Sonne aus Beobachtungen der Sonnenflecken behandelte, und ist vor allem als derjenige hervorgetreten, der die Glaselektrisiermaschine in Deutschland eingeführt hat. Seine Forschungen zur Elektrizität ließen ihn als Ersten die Vermutung äußern, dass Nerven- und Gehirnbahnen in ähnlicher Weise funktionieren könnten.
Nach ihm wurde der Mondkrater Hausen benannt.