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Wichtige Ereignisse aus Astronomie, Forschung und Raumfahrt
Missionsende von Sojus TM-25
Der Start von Sojus TM-25 mit Ziblijew, Lasutkin und Ewald an Bord erfolgte am 10. Februar 1997, die Kopplung mit der Mir zwei Tage später. An Bord wurden die drei Raumfahrer von der Stammbesatzung EO-22 Waleri Korsun und Alexander Kaleri begrüßt sowie vom NASA-Astronauten Jerry Linenger, der Teilnehmer am Shuttle-Mir-Programm war.
Vom 17. bis zum 22. Mai 1997 war das Shuttle STS-84 mit sieben US-Astronauten gekoppelt. Linenger wurde dabei durch Michael Foale abgelöst.
Am 25. Juni 1997 wurde der unbemannte Frachter Progress M-34, der am 8. April angekommen war, von einem Dockingport zu einem anderen umgesetzt. Progress M-34 kollidierte mit dem Solarzellenausleger des Spektr-Moduls der Raumstation. Dadurch entstand ein Leck in der Außenhülle, und der Luftdruck in der gesamten Raumstation fiel ab.
Ziblijew, Lasutkin und Foale brachten sich nicht in ihrem Sojus-Raumschiff in Sicherheit, sondern riegelten innerhalb weniger Minuten das Modul hermetisch ab, wobei sie einige Leitungen durchtrennen mussten. Dadurch wurde verhindert, dass die Station aufgegeben werden musste.
Die Solarzellen des Spektr-Moduls waren der Hauptlieferant für die Energieversorgung der Mir, vor allem für die Module Kristall und Priroda, die keine eigenen Solarzellen hatten. Durch den Stoß war die Station ins Taumeln geraten, so dass die verbliebenen Solarzellen nicht mehr zur Sonne ausgerichtet waren. Dadurch wurden die Batterien schnell entladen. Durch die fehlende Ventilation bestand auch nach der Kollision noch akute Lebensgefahr für die drei Besatzungsmitglieder, denn in der Schwerelosigkeit kann sich beim Ausatmen eine tödliche CO2-Wolke um den Körper bilden.
Es gelang der Bodenstation, durch Zünden der Lageregelungstriebwerke dem Taumeln entgegenzuwirken. In die richtige Lage brachten die drei Kosmonauten die Station dann durch Zünden der Sojus-Triebwerke. Dies geschah ohne Unterstützung durch die Bodenstation, weil sich die Mir nicht mehr im Funkkontakt befand. Es benötigte etwa 48 Stunden, bis die Station wieder voll betriebsbereit war, mit Ausnahme des abgeschotteten Spektr-Moduls. In den kalten Modulen hatte sich jedoch viel Kondenswasser gesammelt.
wurde Tracy Caldwell Dyson geboren
Im Mai 2006 wurde Caldwell als Missionsspezialistin für die Mission STS-118 aufgestellt. Der Flug fand im August 2007 statt.
Caldwell Dyson war Bordingenieurin der ISS-Expeditionen 23 und 24. Sie arbeitete von April bis September 2010 an Bord der ISS. Der Start mit dem Raumschiff Sojus TMA-18 erfolgte am 2. April 2010. Am 7. August 2010 unternahm sie zusammen mit Douglas Wheelock ihren ersten Außenbordeinsatz. Dies war zugleich der längste Außenbordeinsatz, der bis zu diesem Zeitpunkt von einer ISS-Besatzung durchgeführt wurde. Am 11. und am 16. August unternahm sie zusammen mit Wheelock zwei weitere Weltraumausstiege, um eine defekte Kühlmittelpumpe auszuwechseln. Am 25. September 2010 landete sie in Kasachstan.
Am 23. März 2024 startete sie zusammen mit Oleg Nowizki und der belarussischen Kosmonautin Maryna Wassileuskaja zur ISS.
wurde Mark Charles Lee geboren
Im Mai 1984 wurde Lee von der NASA als Astronautenanwärter ausgewählt. Nach seiner Ausbildung zum Missionsspezialist wurde er im Bereich für die Außenbordaktivitäten, die IUS-Raketenoberstufen, das Spacelab und die Internationale Raumstation eingesetzt. Lee wurde außerdem als Verbindungssprecher (CAPCOM) und in den Unterstützungsmannschaften am Kennedy Space Center eingesetzt.
Am 4. Mai 1989 flog Lee mit der Raumfähre Atlantis zum ersten Mal ins All. Nutzlast war die Venussonde Magellan, die mit einer IUS-Oberstufe in Richtung Venus beschleunigt wurde. STS-30 war die erste Mission, bei der ein Space Shuttle dazu genutzt wurde, eine interplanetare Raumsonde zu starten.
Am 12. September 1992 startete Lee als Missionsspezialist mit der Raumfähre Endeavour zur zehnten Spacelab-Mission. An Bord wurden 43 Experimente verschiedener Art durchgeführt, zum Beispiel wurde getestet, ob Hornissen die Fähigkeit hätten, unter Schwerelosigkeit Waben zu bauen. Das Ergebnis war negativ. Auch im medizinischen Bereich wurden Experimente betrieben.
Seinen dritten Flug unternahm Lee im September 1994 als Missionsspezialist mit dem Space-Shuttle Discovery. Im Rahmen von STS-64 wurden das laseroptische Radarsystem LITE getestet. Eine weitere Aufgabe war das Aussetzen und Bergen des astronomischen Forschungssatelliten SPARTAN-201, einem frei fliegendem Satelliten zur Erforschung des Sonnenwindes und der Sonnenkorona.
Mit der Raumfähre Discovery flog Lee am 11. Februar 1997 zur zweiten Wartungsmission für das Hubble-Weltraumteleskop (HST). Lee war an drei der insgesamt fünf Weltraumausstiege (EVA) beteiligt, während derer das Teleskop repariert wurde. Neben einem Bandrekorder, der durch einen Kernspeicher ersetzt wurde, erhielt das HST die Infrarotkamera NICMOS und das Spektroskop STIS.
wurde Jon Andrew McBride geboren
McBride studierte von 1960 bis 1964 an der West Virginia University und erhielt 1971 einen Bachelor in Luftfahrttechnik von der Naval Postgraduate School. 1965 kam McBride zur United States Navy und wurde dort zum Marineflieger ausgebildet. Während des Vietnamkriegs flog er 64 Kampfeinsätze. Auf der Edwards Air Force Base absolvierte er eine Ausbildung zum Testpiloten. Er besaß eine Berufspilotenlizenz und arbeitete zudem als Pilotenausbilder.
Im Januar 1978 wurde McBride von der NASA als Astronautenanwärter ausgewählt. Er war Beobachtungspilot für die erste Shuttle-Mission STS-1, er überprüfte Software im Shuttle Avionics Integration Laboratory (SAIL), er war Verbindungssprecher (CAPCOM) für die Missionen STS-5, STS-6 und STS-7 und arbeitete auch als sogenannter Flight Data File (FDF) Manager.
Am 5. Oktober 1984 startete McBride als Pilot der Raumfähre Challenger zu seiner ersten Mission (STS-41-G) ins All. Neben dem Earth Radiation Budget Satellite wurden eine Vielzahl von Experimenten mitgeführt.
wurde Irmela D. Bues geboren
Von 1960 bis 1966 studierte sie Physik am Institut für Experimentalphysik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dort promovierte sie 1970 in Astrophysik mit einer Arbeit über Sternatmosphären. Anschließend arbeitete sie bis 1973 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theoretische Physik und der Universitätssternwarte, danach ein Jahr lang als Stipendiatin der Royal Society am Astronomy Centre der Universität Sussex und von 1974 bis 1979 als Assistenzprofessorin für Astronomie am I. Mathematischen Institut der Freien Universität Berlin.
1978 habilitierte sich Irmela Bues dort im Fach Astronomie und nahm den Ruf auf die außerordentliche Professur für Astronomie und Astrophysik an der Dr.-Remeis-Sternwarte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an.
Noch 2001 war sie die einzige Frau, die in Deutschland eine Professur für Astronomie innehatte. Ihre Forschungsbereiche sind Astrophysik und Stellarastronomie,[6] genauer die Atmosphären weißer Zwerge und Unterzwerge.
wurde Margaret Lindsay Huggins geboren
Bereits als Kind von Sonnenflecken fasziniert, heiratete sie 1875 den Astronom und Physiker William Huggins, der eine private Sternwarte besaß. Gemeinsam mit ihm leistete sie wegweisende Arbeiten auf dem Gebiet der Spektroskopie. Das Ehepaar veröffentlichte oft gemeinsam und leistete Pionierarbeiten bei der Erforschung der Zustände innerhalb der Sonne, etwa der chemischen Zusammensetzung von Sternen und der Verschiebung von Spektrallinien beim Doppler-Effekt.
1903 wurde sie als vierte Frau nach Caroline Herschel, Mary Somerville und Anne Sheepshanks zusammen mit Agnes Mary Clerke Mitglied der Royal Astronomical Society. 2022 wurde ein Asteroid nach ihr benannt: (50725) Margarethuggins.