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Wichtige Ereignisse aus Astronomieforschung und Raumfahrt

... 119 Jahren

25.06.1905

wurde Rupert Wildt geboren

( * 25.06.1905 - 09.01.1976)
Rupert Wildt war deutsch-amerikanischer Astronom. Er erklärte erstmals den Energietransport in der Sonne.

Rupert Wildt hatte sich auf das Studium von Sternatmosphären und Planetenatmosphären spezialisiert. Er wollte das Arbeitsgebiet Astrochemie begründen. Von 1931 bis 1934 identifizierte er anhand von Absorptionen im infraroten Spektrum des Jupiters und des Saturns das Vorhandensein von gasförmigem Ammoniak und Methan. Bei Uranus und Neptun wies er Methan nach. Er entwickelte Modelle über den inneren Aufbau der großen Gas-Planeten. Von 1928 bis 1929 war er Assistent an der Sternwarte Bonn, von 1930 dann bis 1933 Assistent an der Sternwarte Göttingen.

Am 1. Januar 1935 ging er als Rockefeller-Stipendiat unterstützt von Henry Norris Russell an das Mount-Wilson-Observatorium in Pasadena (USA), ab 1936 ans Observatorium in Princeton. Dort erklärte er 1939 seine wichtigste Entdeckung, den Energietransport in der Photosphäre der Sonne und kalter Sterne über die Bildung und den Zerfall von schwachstabilen negativen H-Ionen, die dort sehr häufig sind.

1938 legte er ein Modell vom inneren Aufbau der Gasplaneten vor. Seiner Vorstellung nach hatten diese einen festen erdähnlichen kleineren Kern umgeben von Schichten aus Wassereis, kondensierten Gasen und außen hochkomprimierten Gasen.

1940 beschrieb er den Treibhauseffekt durch Kohlenstoffdioxid auf dem Planeten Venus, der zuletzt durch die Sonde Venus-Express vermessen wurde. 1948 bis zu seiner Emeritierung 1973 arbeitet er als Professor für Astronomie an der Yale-Universität.

Seinen Namen tragen der Asteroid (1953) Rupertwildt und der Krater Wildt auf dem Mond.

Quelle: Wikipedia


... 130 Jahren

25.06.1894

wurde Hermann Julius Oberth geboren

( * 25.06.1894 - 28.12.1989)
Oberth gilt als einer der Begründer der wissenschaftlichen Raketentechnik und Astronautik sowie als prophetischer Initiator der Raumfahrt und der Weltraummedizin.

Schon als Jugendlicher ein begeisterter Leser der futuristischen Romane von Jules Verne, die ihm sein Vater geschenkt hatte, begann sich Oberth bereits während seiner Gymnasialzeit mit raketen- und raumfahrttheoretischen Problemen zu befassen. So konnte er durch physikalisch-mathematische Überlegungen nachweisen, dass eine „Reise zum Mond“ mit einer wie bei Jules Verne verwendeten Kanone, durch welche die Mondreisenden zum Mond geschossen würden, nicht möglich sein kann, da die Reisenden den gewaltigen Anpressdruck beim Abschuss nicht überleben würden. Stattdessen kam Oberth bald zu dem Schluss, dass eine solche Reise nur mit einer Rakete zu realisieren wäre.

1917 entwarf er eine mit Ethanol und Sauerstoff betriebene Rakete. In seinem 1923 erschienenen Buch Die Rakete zu den Planetenräumen, das eine Kompilation seiner bis dato erarbeiteten Grundlagen und Theorien zur Raketentechnik und Weltraumfahrt darstellt, beschreibt Oberth nahezu alle wesentlichen Elemente zum Bau von mit Flüssigtreibstoff angetriebenen Groß- und Mehrstufenraketen.

Quelle: Wikipedia


... 64 Jahren

25.06.1960

starb Walter Baade

(24.03.1893 - 25.06.1960)
Wilhelm Heinrich Walter Baade war ein deutscher Astronom und Astrophysiker.

Er erhielt eine Anstellung an der Hamburger Sternwarte, wo er u.a. 1920 den Asteroiden Hidalgo entdeckte. 1926/27 arbeitete Baade am Harvard-College-Observatorium, am Yerkes-Observatorium, am Lick-Observatorium sowie am Mount-Wilson-Observatorium und untersuchte Sternhaufen und Spiralgalaxien.1944 gelang Baade mit Hilfe eines 2,5-Meter-Spiegels erstmals die Auflösung der Kernregion des Andromedanebels in einzelne Sterne.

1952 stellte Baade fest, dass die Entfernungen zu den Galaxien mindestens doppelt so groß waren, als bis dahin angenommen wurde. Damit verdoppelten sich der Maßstab und das Alter des Universums. Baade untersuchte die Strukturen der Milchstraße und entdeckte, dass unsere Galaxis aus Sternen zweier unterschiedlicher Populationen besteht. Durch die Beobachtung von RR-Lyrae-Sternen bestimmte er den Abstand des Sonnensystems vom Zentrum der Galaxis. Ebenfalls beschäftigte er sich mit der Identifikation verschiedener kosmischer Radioquellen mit optischen Objekten, und fotografierte sie mit dem 5-Meter-Hale-Teleskop auf Mount Palomar.

Walter Baade fand 1951 das Baade'sche Fenster. Es handelt sich um ein fast absorptionsfreies, circa 1/4 Quadratgrad (etwa Vollmondgröße) großes galaktisches Fenster bei den galaktischen Koordinaten l = 0,9° und b = -3,9°. Der Sehstrahl erreicht hier das circa 30.000 Lichtjahre entfernte Zentrum der Galaxis, was außerhalb des Baade'schen Fensters aufgrund der Absorption durch Staubwolken unmöglich ist.

Baade entdeckte Anfang der 1930er Jahre den Zentralstern des Krebsnebels, ein Supernovarest aus dem Jahre 1054. Später in den 1960er Jahren erkannte man, dass dieser Stern ein Pulsar und Neutronenstern ist. Dieser Stern wird heute Baades Stern genannt. Mit dem Schweizer Fritz Zwicky prägte er den Begriff „Supernova“, als sie Novae beobachteten. Eine Nova in einer fernen Galaxie erschien ihnen gleichhell wie eine nahe gelegene in unserer Milchstraße. Die Energieabstrahlung der Nova der fernen Galaxie war also ungleich viel größer als die aus unserer Milchstraße.

Die Entwicklung des komafreien Spiegelteleskops geht auf intensive Gespräche und Anregungen zwischen Baade und Bernhard Schmidt zurück, als sie 1929 zu einer Sonnenfinsternisexpedition auf die Philippinen reisten. Auch wird Baade als der „Urheber“ der Europäischen Südsternwarte (ESO) angesehen.

Quelle: Wikipedia


... 353 Jahren

25.06.1671

starb Giovanni Riccioli

(17.04.1598 - 25.06.1671)
Giovanni Battista Riccioli oder Giambattista Riccioli war ein italienischer Priester und Astronom und einer der Pioniere der Selenografie (Mondforschung).

Noch heute ist sein Werk "Der Neue Almagest" bekannt wegen der veröffentlichten Mondkarte. Die Kartierung des Mondes basierte auf Beobachtungen mit dem Teleskop, die er und sein Assistent Francesco Maria Grimaldi machten. Vielen Formationen gab Riccioli Namen, die noch heute gültig sind. So wurden von ihm markante Mondkrater nach berühmten Astronomen, Wissenschaftlern und Philosophen benannt, unter anderem auch nach Kopernikus, Kepler und Galilei. Die hellen Bereiche erkannte er richtig als Hochländer und nannte sie "Terrae" (Plural von lat. terra, Land), während er die dunklen Bereiche (in der Annahme von Wasser) als "Maria" (Plural von lat. mare, Meer) bezeichnete.

1650 ist Giovanni Riccioli der erste Mensch, der einen optischen Doppelstern beschreibt – Mizar und Alkor in der Mitte der Deichsel des Sternbilds Großer Bär (Großer Wagen, Ursa major). Des Weiteren entdeckte er die Schatten der Jupitermonde auf dem Jupiter. Darüber hinaus arbeitete Riccioli an einer Methode zur Messung des Sonnendurchmessers und er war ein überzeugter Verfechter des gregorianischen Kalenders.

Zu Ehren von Giovanni Riccioli wurden zwei Mondstrukturen nach ihm benannt, der Riccioli Krater und die Riccioli Rillen (Rimae Riccioli).

Quelle: Wikipedia