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Pressemeldungen

des Astronomiemuseums

Der Inquisitionsprozess gegen Galilei

Sonneberg, den

28. September 2026

Am Montag, dem 5. Oktober 2026 um 19 Uhr, lädt das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg zum Montagsvortrag ein.

Diesmal steht einer der berühmtesten Konflikte der Wissenschaftsgeschichte im Mittelpunkt: der Inquisitionsprozess gegen Galileo Galilei. Unter dem Titel „Der Inquisitionsprozess gegen Galilei – Die schwierige Beziehung von Ratio und Religio“ beleuchtet Pierre Leich die Hintergründe des Verfahrens und hinterfragt dabei auch die populäre Vorstellung vom genialen Wissenschaftler im Kampf gegen eine wissenschaftsfeindliche Kirche.

Die bekannte Kurzfassung der Geschichte scheint eindeutig: Galilei habe unbezweifelbare Beweise für das heliozentrische Weltbild vorgelegt und sei dafür vom Vatikan wegen Ketzerei angeklagt und verurteilt worden. Doch wie überzeugend waren seine Beweise für die copernicanische Lehre aus heutiger Sicht tatsächlich? Weshalb konnte eine astronomische Theorie zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges einen derartigen Aufruhr hervorrufen? Und was war wirklich der Anlass für Galileis Konflikt mit der Kirche?

Der Vortrag zeichnet ein differenziertes Bild des berühmten italienischen Forschers. Galileis Fallversuche und seine Beobachtungen der Jupitermonde kommen dabei ebenso zur Sprache wie seine Gezeitentheorie und schließlich der Inquisitionsprozess. Sichtbar wird ein außergewöhnlicher Wissenschaftler, dessen Persönlichkeit und Auftreten zugleich erheblich zu den Auseinandersetzungen seiner Zeit beitrugen.

Galilei erscheint dabei nicht nur als genialer Forscher, der entscheidende Grundlagen für die moderne Bewegungslehre schuf, sondern auch als streitbarer und selbstbewusster Gelehrter. Der Vortrag zeigt damit, wie eng wissenschaftliche Erkenntnis, persönliche Konflikte, Religion und die gesellschaftlichen Bedingungen des 17. Jahrhunderts miteinander verbunden waren.

Referent Pierre Leich beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Wissenschaftsgeschichte und Astronomie. Er ist Präsident der Simon Marius Gesellschaft e. V., Kurator der Astronomischen Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e. V. und 1. Vorsitzender von ART & Friedrich e. V. Zudem leitete er 20 Jahre lang das Projekt „Die Lange Nacht der Wissenschaften“ in Nürnberg, Fürth und Erlangen und ist Herausgeber des Marius-Portals.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 6,- Euro und für Schüler sowie Studenten 4,50 Euro. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Bilder und weitere Pressemeldungen finden Sie unter:
https://astronomiemuseum.de/presse

Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich bitte an:

Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg
Thomas Müller
Telefon: +49 03675 81218
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Website: https://astronomiemuseum.de


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