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Pressemeldungen

des Astronomiemuseums

Von den Anfängen der Sternwarte Sonneberg

Sonneberg, den

29. Dezember 2025

Sonderausstellung „Von den Anfängen der Sternwarte Sonneberg“ im Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg

„Die planmäßige Durchführung meiner Arbeit erforderte eine geeignete Stätte,
sie ward mir auf dem Erbisbühl zuteil.“

Mit solchen Worten hätte Cuno Hoffmeister 1925 die Entscheidung für den Standort wohl auf den Punkt gebracht: Es ging um einen Ort, an dem astronomische Beobachtungen verlässlich möglich sind. Am 25. Dezember 1925 wurde die Sternwarte Sonneberg auf dem Erbisbühl eröffnet.

Zum Jubiläum zeigt das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg ab dem 28.12.2025 die Sonderausstellung „Von den Anfängen der Sternwarte Sonneberg“. Im Mittelpunkt steht die Entstehungsphase des Instituts – von frühen, noch provisorischen Beobachtungsorten über die Entwicklung von Hof- und Dachsternwarte in der Stadt bis zur Sternwarte auf dem Erbisbühl bei Neufang. Zugleich beleuchtet die Ausstellung die wissenschaftliche Arbeit der ersten Jahrzehnte (bis etwa in die Mitte des 20. Jahrhunderts). Ergänzend werden auch spätere Kapitel angedeutet – bis hin zu den Herausforderungen nach der Wiedervereinigung, als um den Fortbestand als Forschungseinrichtung gerungen wurde.

Ausstellungsort mit Geschichte

Gezeigt wird die Sonderausstellung in Räumen, die selbst Teil der Sternwartengeschichte sind: im Gebäudeteil, der 1928 westlich an den ersten Baukörper angebaut wurde. Damit ist nicht nur das, was in den Vitrinen liegt, Teil der Ausstellung – auch das Gebäude erzählt mit. Dort befanden sich damals unter anderem Bibliothek und Plattensammlung; heute ist dieser Bereich ein zentraler Ort des Museums.

Schwerpunkte der Sonderausstellung

Die Ausstellung zeichnet die Bau- und Entwicklungsgeschichte der Sternwarte nach und präsentiert Dokumente und Objekte, die den Weg des Standorts entscheidend geprägt haben. Ein besonderer Blick gilt der fotografischen Himmelsüberwachung: Die erste Fotoplatte steht exemplarisch für den Beginn jener Plattensammlung, aus der sich später ein international bedeutender Bestand entwickelte und die vermutlich längste Beobachtungsserie der Menschhait am Sternenhimmel darstellt. Auch die Sternwarte als Ort besonderer Leistungen und Rekorde wird thematisiert.

Ergänzend führt ein virtueller „Cuno Hoffmeister“ als Audioguide durch die Ausstellung: Besucher können per eigenem Smartphone zusätzliche Hintergründe abrufen – persönlich erzählt und direkt an ausgewählten Objekten entlang.

Wissen teilen – ein Gedanke von damals, ein Auftrag von heute

Die Sonderausstellung ist ein aktueller Schwerpunkt innerhalb eines dauerhaften Anliegens des Astronomiemuseums: wissenschaftliche Inhalte verständlich aufzubereiten und Astronomie für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Genau dieser Gedanke war Cuno Hoffmeister schon 1925 wichtig – nicht nur Forschung zu betreiben, sondern Wissen weiterzugeben: durch öffentliche Vorträge und Kurse, etwa im Umfeld der Volkshochschule. Später wurde dieser Anspruch auch in Publikationen sichtbar, zum Beispiel im „Kalender für Sternfreunde“ (Paul Ahnert), der über Jahrzehnte vielen Menschen praktische Orientierung am Sternhimmel bot. Zugleich war die Sternwarte von Beginn an auch als Ort gedacht, an dem der Bevölkerung der Himmel und seine Objekte gezeigt werden: Bereits 1926 wurden erste Besuchergruppen geführt – eine Tradition, die das Astronomiemuseum heute, 100 Jahre später, fortsetzt.

 

Ausstellung ab: 28.12.2025
Ort: Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 13–17 Uhr
Eintritt: 6,00 € Erwachsene / 4,50 € Kinder sowie Schüler/Studenten

Pressekontakt:
Thomas Müller
Telefon: +49 03675 81218
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Website: astronomiemuseum.de


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